Annabelle Mandeng (49) spricht Klartext! Auf der ganzen Welt demonstrieren Menschen derzeit gegen Rassismus und Polizeigewalt, nachdem in Minneapolis der Afroamerikaner George Floyd von einem Polizisten gewaltsam getötet worden war. Laut Annabelle ist die Diskriminierung Schwarzer auch in Deutschland allgegenwärtig. Die deutsche Schauspielerin mit kamerunischen Wurzeln wird in ihrem Beruf oft selbst damit konfrontiert: Wegen ihrer Hautfarbe hat sie es schwer, bestimmte Rollen zu bekommen!

Im Interview mit Bild verriet die 49-Jährige, dass sie im vergangenen Jahr für eine Rolle in einer neuen Netflix-Serie angefragt worden sei. "Ich dachte natürlich, dass sie die Rollen divers besetzen werden, schließlich wurde ich für die Rolle gecastet", erklärte Annabelle. Dann bekam sie jedoch die Antwort, dass die Produktion die Rolle "deutsch blond" besetzen werde. Das hat die "Berlin Alexanderplatz"-Darstellerin sehr verärgert: "Bin ich jetzt nicht deutsch, weil ich nicht blond bin, oder was?" Ein ähnliches Problem hatte sie auch mit einer Bewerbung bei einer renommierten Schauspielagentur. Dort sei sie abgelehnt worden, weil bereits eine farbige Schauspielerin in der Kartei gewesen sei. "Das hieße doch im Umkehrschluss, dass die Agentur nur eine Blondine, eine Rothaarige und eine Schwarzhaarige unter Vertrag haben dürfte", stellte sie fest. Das gehe einfach zu weit.

Darüber hinaus offenbarte Annabelle, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender ihr mal gesagt habe, dass sie Hauptrollen nur weiß besetzen würden. "Die Aussage ist immer die gleiche: 'Der deutsche Fernsehzuschauer kann sich nicht mit euch identifizieren!'", schilderte die Moderatorin.

Annabelle Mandeng im Januar 2018 in London
Getty Images
Annabelle Mandeng im Januar 2018 in London
Annabelle Mandeng im Juni 2018 in London
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Annabelle Mandeng im Juni 2018 in London
Annabelle Mandeng im Januar 2018 in London
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Annabelle Mandeng im Januar 2018 in London
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