Es ist bei vielen Deutschen ein wöchentliches Ritual: der gemeinsame Tatort-Abend am Sonntag. Schon seit 1970 läuft die Sendung ununterbrochen im Fernsehen und fesselt ihre Zuschauer immer wieder aufs Neue. Die aktuelle Folge, ein "Tatort Münster", erzielte gerade gegen alle Erwartungen sehr hohe Zuschauerzahlen: Stolze 14,22 Millionen Menschen schalteten ein – so viele waren es seit Jahren nicht mehr. Doch neben den großen Erfolgszahlen sorgte auch eine Szene für Wirbel, die gar nicht zu sehen war. Der Sender hatte ein paar Sekunden aus dem "Tatort" herausgeschnitten – aber warum?

In "Rhythm and Love" wurde mehrfach von einer fiktiven Figur gesprochen, die jedoch kein einziges Mal gezeigt wurde. Prof. Dr. Michael Tsokos, Rechtsmediziner und Autor, hatte diese Rolle ursprünglich in einem Gastauftritt verkörpert – und wurde rausgeschnitten. Unter einem Post auf Instagram vermutete er, warum: "Der Grund ist, dass ich, da ich bei TVNow mit meiner Serie "Obduktion" Einblicke in die Rechtsmedizin gebe, nicht fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen tauge."

Es gehe ihm nicht um die Szene, sondern die Frage: "Wo fängt Zensur an?", schrieb er in seinem Post. Der WDR reagierte darauf und gab an, keine Werbung für TVNow machen zu wollen und zu dürfen und von der Serie für den Streamingdienst erst nach den Dreharbeiten erfahren zu haben. Diese Ehrlichkeit scheint den Professor etwas beruhigt zu haben: "Da hat der WDR aber schnell reagiert", schrieb er.

Axel Prahl und Jan Josef Liefers am Set des ARD-Krimis "Tatort"
Jens Krick / Future Image
Axel Prahl und Jan Josef Liefers am Set des ARD-Krimis "Tatort"
Prof. Dr. Tsokos am Set von "Tatort"
Instagram / dr.tsokos
Prof. Dr. Tsokos am Set von "Tatort"
Die Münsteraner Tatort-Kommissare: Jan Josef Liefers und Axel Prahl
Getty Images
Die Münsteraner Tatort-Kommissare: Jan Josef Liefers und Axel Prahl
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