Familientragödie bei Stefan Mross (45)! Die Tante und die Cousine des Schlagersängers wurden auf offener Straße erschossen. Der Täter soll kein Unbekannter gewesen sein. Der Bruder des jüngeren Opfers berichtete, dass seine Schwester den Mann schon im Januar erstmals wegen Stalkings angezeigt habe. Tage vor dem Mord habe er sie erneut zu Hause aufgesucht und bedroht. Viele Menschen fragen sich nach der schrecklichen Tat nun: Warum hat die Justiz nicht früher eingegriffen?

Gegenüber Bild erklärte Mross' Cousin, dass seine Schwester nach dem erneuten Überfall keine Anzeige habe erstatten wollen. "Sie sagte: 'Nein, dann verliert er seine Arbeit, er wird damit aufhören.'" Die ursprüngliche Anzeige von damals habe sie laut Staatsanwältin Elena Haslinger nach einem Telefonat mit ihrem Stalker dann fallen lassen, weil er versprochen hatte, sich fernzuhalten. Zudem betonte Haslinger, dass kein sogenannter Anfangsverdacht, der Voraussetzung für weitere Ermittlungen gewesen wäre, vorlag, da die eingereichten Unterlagen wie Schriftverkehr nicht einseitig gewesen seien. Man habe sich demnach an die Gesetze der Strafprozessordnung gehalten.

"Wir können nicht mit dem Bauchgefühl ermitteln, 'da ist jemand gefährlich‘ – das geht nicht", stellte die Juristin klar. Natürlich sei das Schicksal von Mross' Cousine und Tante im Nachhinein erschütternd. Aber sie könnten eben nicht in die Menschen hineinschauen. "Es gab auch für uns keine Anhaltspunkte, dass es eine einseitige, unerwünschte Kontaktaufnahme des Beschuldigten war", erklärte sie weiter.

Stefan Mross, Sänger
Getty Images
Stefan Mross, Sänger
Stefan Mross im September 2015 in Berlin
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Stefan Mross im September 2015 in Berlin
Stefan Mross im September 2017 in München
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Stefan Mross im September 2017 in München


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