Knastfoto veröffentlicht: So lebt P. Diddy hinter Gittern

Knastfoto veröffentlicht: So lebt P. Diddy hinter Gittern

- Jannike Wacker
Lesezeit: 3 min

Mit dem Luxus als Hip-Hop-Mogul hat P. Diddys (56) Leben jetzt wohl nicht mehr viel zu tun. Der ehemalige Rapper sitzt eine Haftstrafe unter anderem wegen Prostitutionsdelikten ab. Aus den Gefängnisunterlagen, die CBS News vorliegen, geht nun hervor, wie Diddys Alltag hinter Gittern aussieht. Täglich geht er dort einem Job nach, der unter den Insassen wohl sehr beliebt ist und als begehrt gilt: Er arbeitet als Assistent des Seelsorgers. Laut der Gefängnisleitung sind die Aufgaben des Musikers als solcher unterschiedlich, aber es gehören unter anderem die Pflege der religiösen Bibliothek, Unterstützung bei der Aktenführung und die Reinigung des Büros dazu. "Er arbeitet in der Kapellenbibliothek, wo er die Atmosphäre als warmherzig, respektvoll und bereichernd beschreibt", erklärte Diddys Pressesprecher. Gleichzeitig gelang seine offizielle Gefängnisaufnahme an die Öffentlichkeit und zeigt einen ergrauten Sean Combs.

Der Job in der Kapelle ist deshalb unter Insassen so beliebt, weil sie abgeschottet in einem privaten Büro arbeiten dürfen. Dort soll es unter anderem den Vorteil einer Klimaanlage geben und der Kaplan bringt wohl auch gutes Essen für die Gottesdienste mit, das er mit seinen Assistenten teilt. Neben der Arbeit gehört auch ein Drogenprogramm zu Diddys Alltag. Die Strafvollzugsanstalt erklärte gegenüber dem US-Sender, dass der 56-Jährige dem Drug Abuse Treatment Program, kurz RDAP, zugewiesen wurde. Häftlinge müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um an diesem Programm teilnehmen zu dürfen. Ein erfolgreicher Abschluss kann ihnen zudem Vorteile, wie beispielsweise eine Verkürzung der Haftstrafe von bis zu einem Jahr, verschaffen. "Mr. Combs nimmt aktiv am RDAP teil und hat seinen Rehabilitationsprozess von Anfang an ernst genommen. Er ist voll und ganz bei der Arbeit, konzentriert sich auf sein Wachstum und engagiert sich für positive Veränderungen", so Diddys Pressevertreter weiter.

Die Privilegien der Arbeit und des Drogenprogramms durfte Diddy offenbar behalten, obwohl er schon ein-, zweimal dabei erwischt wurde, die strengen Vorschriften zu brechen. Bereits kurz nach dem offiziellen Antritt seiner Haftstrafe sorgte ein Gruppentelefonat für Ärger. Angeblich habe Diddy der Gefängnisleitung erklärt, es handle sich um ein Gespräch mit seinem Anwaltsteam. Die Aufnahmen zeigen jedoch, dass er seinen ersten Gesprächspartner darum bat, bei einem Besuch 200 Ein-Dollar-Scheine mitzubringen – auch das ist verboten, die Besucher dürfen den Insassen als Währung nur die Münzen für den Verkaufsautomaten mitbringen. Danach schaltete sich ein Mann hinzu, bei dem es sich angeblich um den Anwalt gehandelt haben soll. Das Gefängnis verbietet solche Gruppengespräche, um kriminelle Organisationen zu unterbinden. Diddy behauptete gegenüber den Beamten wohl, ihm sei diese Vorschrift nicht bekannt gewesen. Als Strafe wurde der Entzug der Telefonprivilegien eingereicht, es ist aber nicht bekannt, ob es eine Umsetzung gab.

P. Diddy, Rapper
IMAGO / ZUMA Press Wire
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P. Diddy, Musiker
Getty Images
P. Diddy, Musiker
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Denkt ihr, dass Diddy seine Privilegien behalten wird?
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