Konsequenzen drohen: P. Diddy bricht Regeln in Haftanstalt

Konsequenzen drohen: P. Diddy bricht Regeln in Haftanstalt

- Fabienne Stepczynski
Lesezeit: 2 min

Sean "Diddy" Combs (56) soll schon in seinen ersten Tagen im Gefängnis FCI Fort Dix gegen Regeln verstoßen haben – und das könnte spürbare Konsequenzen haben. Wie CBS News unter Berufung auf Gefängnisunterlagen berichtet, führte der Rapper am 3. November ein verbotenes Dreiertelefonat aus der Anstalt in New Jersey. In dem Gespräch ging es demnach um eine mögliche Erklärung für die New York Times, außerdem wurden Besuche am Wochenende und mitzubringendes Geld thematisiert. Die Beamten sehen darin einen klaren Verstoß gegen die Richtlinien der US-Gefängnisbehörde, die Konferenzschaltungen untersagen. Diddy war erst am 30. Oktober aus dem Metropolitan Detention Center in Brooklyn nach Fort Dix verlegt worden, wo er nach seiner Verurteilung zu vier Jahren Haft einsitzt.

Laut den vorliegenden Dokumenten sprach Diddy zunächst mit einer nicht namentlich genannten Frau über Kontaktaufnahmen zu "der digitalen Person" für Blogs und über Besuchsabläufe. Dann soll die Gesprächspartnerin einen Mann in die Leitung geholt haben – genau das ist nach den Vorschriften nicht erlaubt, weil Mehrpersonen-Calls als Sicherheitsrisiko gelten. Diddy erklärte später gegenüber den Verantwortlichen, bei der Frau habe es sich um seine Anwältin gehandelt, die seinen PR-Mitarbeiter für die Abstimmung einer NYT-Erklärung hinzugefügt habe. Er bestritt, über Blogs gesprochen zu haben, und gab an, die Regel zu Drei-Wege-Gesprächen nicht gekannt zu haben. Dennoch empfahlen die Behörden laut Bericht 90 Tage Entzug von Telefon- und Einkaufsmöglichkeiten in der Gefängnis-Kaufstelle.

Doch damit nicht genug: Vor wenigen Tagen sorgte ein weiterer Vorfall in Fort Dix für Aufsehen. Laut TMZ wurde der Musiker beim Trinken von selbstgemachtem Alkohol erwischt. Insassen stellen das Getränk aus Fanta, Zucker und Äpfeln her, indem sie es zwei Wochen lang fermentieren. Beamte reagierten und planten zunächst, den 56-Jährigen in eine andere Einheit zu verlegen, doch diese Entscheidung wurde später wieder zurückgenommen. Ein Gefängnissprecher sagte: "Ich habe keine Informationen zu dem Vorfall." Diese Enthüllung ist besonders brisant, da Sean noch vor seiner Verurteilung im Gerichtssaal betont hatte, nüchtern zu sein. In einem Schreiben an den Richter hatte er erklärt: "Das alte Ich starb im Gefängnis, und eine neue Version von mir wurde wiedergeboren."

P. Diddy, Rapper
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, Rapper
P. Diddy, November 2001
IMAGO / Newscom World
P. Diddy, November 2001
P. Diddy, September 2007
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, September 2007
Glaubt ihr Diddy, dass er nichts über das Verbot von Dreiertelefonaten wusste?
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