"Desaster": "Twilight"-Regisseur bereut gruseliges CGI-Baby

"Desaster": "Twilight"-Regisseur bereut gruseliges CGI-Baby

- Helena Neukam
Lesezeit: 2 min

Die Twilight-Saga ist bekannt für ihre glühenden Fans, aber eines der umstrittensten Elemente der Filmreihe sorgte auch bei ihrem Regisseur für Kopfschütteln. Bill Condon (70), der für die finalen Filme der erfolgreichen Vampirreihe verantwortlich war, sprach jetzt offen über das CGI-Baby Renesmee, das in "Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1" eingeführt wurde. Gegenüber dem Hollywood Reporter nannte der Filmemacher die Entscheidung für diese Darstellung ein "Desaster" und fügte hinzu: "Das hat absolut nicht funktioniert, und wir hätten das gar nicht erst zulassen dürfen." Die Fans schlossen sich dieser Kritik an und verpassten dem digitalen Säugling den Spitznamen "Chuckesmee".

Das computergenerierte Baby stieß auf massive Kritik, vor allem da die Reihe mit einem großzügigen Budget von über 100 Millionen Dollar für die letzten Teile genug Spielraum für technisch hochwertige Effekte gehabt hätte. Ursprünglich sollte eine animatronische Puppe verwendet werden, doch die Macher empfanden diese als zu gruselig. Leider bewies der digitale Ersatz keine überzeugendere Wirkung und wurde von vielen als unheimlich oder unfreiwillig komisch wahrgenommen. Auch Produzent Wick Godfrey betonte später, wie fragwürdig dieser Ansatz gewesen sei: "Eines der furchteinflößendsten computergenerierten Babys, die jemals in einem Film zu sehen waren."

Bill, der als Regisseur auch Filme wie "Die Schöne und das Biest" betreute, zeigte sich dabei überraschend offen für Kritik. Er ist bekannt für seinen Hang zu technischen Herausforderungen, doch diese Erfahrung dürfte ihm besonders in Erinnerung bleiben. Die "Twilight"-Reihe, basierend auf den Romanen von Stephenie Meyer (51), bleibt trotz solcher kontroversen Momente ein weltweiter Kassenschlager. Mit einem Einspielergebnis von über 3,3 Milliarden US-Dollar und einer tief verwurzelten Fangemeinde ist der Franchise-Erfolg ungebrochen – doch "Chuckesmee" wird wohl für immer ein kurioser Schatten in ihrer bewegten Geschichte bleiben.

Taylor Lautner, Kristen Stewart, Stephenie Meyer und Robert Pattinson auf einer Filmpremiere 2012
Getty Images
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Kristen Stewart, Mackenzie Foy, Robert Pattinson und Taylor Lautner in "Breaking Dawn"
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Stephenie Meyer, Taylor Lautner, Mackenzie Foy, Robert Pattinson und Kristen Stewart
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War Renesmee, das CGI-Baby, wirklich ein "Desaster"?
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