Blind und allein: Ingrid van Bergens traurige letzte Monate
Ingrid van Bergen (†94) musste zuletzt einen harten Alltag meistern. Die Schauspiellegende, die am 28. November verstarb, lebte in ihrem bescheidenen Zuhause in der Lüneburger Heide – blind, zurückgezogen und mit wenig Geld in der Tasche. Bild-Showchefin Tanja May stand bis zuletzt mit Ingrid in Kontakt. Im Interview erzählte sie: "Die letzten Wochen waren, glaube ich, ziemlich dunkel für Ingrid van Bergen." Aber sie berichtete auch: "Sie machte auf mich nicht den Eindruck, dass sie verbittert war."
Wie Ingrid der Bild-Redakteurin am Telefon erzählte, soll sie in den letzten Wochen ihres Lebens vollständig erblindet sein. "Sie war zuletzt traurig, weil sie die Fanpost nicht mehr lesen konnte. Das hat sie nämlich gemacht. Sie hat jeden Brief, jede E-Mail beantwortet", verriet Tanja. Unterstützung im Alltag erhielt Ingrid von einer engen Freundin, die sich bis zuletzt um sie kümmerte. Denn: "Die Ingrid hat wirklich sehr bescheiden gelebt und ihre Freundin hatte mir ja auch erzählt, dass eben kein Geld da ist, dass man eine Pflegerin engagieren kann oder dass sie eben in einem Heim gut versorgt wird. Und deshalb haben das eben enge Freunde privat in ihrem Zuhause gemacht", berichtete Tanja weiter.
Ingrids Karriere begann mit Erfolgen in Filmen wie "Rosen für den Staatsanwalt" und internationalen Produktionen. 1977 sorgte sie für Schlagzeilen, als sie für den tödlichen Schuss auf ihren damaligen Lebensgefährten verurteilt wurde. Nach der Haft begann sie, sich über Theater und Fernsehen eine zweite Karriere aufzubauen. 2009 kehrte sie durch ihren Triumph im Dschungelcamp endgültig ins Rampenlicht zurück und zeigte, dass sie die Herzen auch eines jüngeren Publikums erobern konnte.






