Enkel vor Gericht: König Harald hat Mitgefühl für Betroffene
König Harald V. (88) hat sich im norwegischen Fernsehen zu dem Prozess gegen seinen angeheirateten Enkel Marius Borg Høiby (28) geäußert. Im Gespräch mit dem Sender NRK machte der Monarch deutlich, dass sein Mitgefühl "allen Betroffenen" gilt und betonte: "Wir hoffen, dass es ihnen nach dem Prozess besser geht." Der 28-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sieht sich derzeit 32 Anklagepunkten gegenüber, darunter der Vorwurf der Vergewaltigung. Der Prozess soll am 3. Februar 2026 in Norwegen beginnen. Fest an Haralds Seite war seine Ehefrau, Königin Sonja (88), die seine Worte stützte und ebenfalls ihr Mitgefühl für die Betroffenen aussprach.
Marius hat bereits eingeräumt, unter Alkohol- und Kokaineinfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Gegenstände in ihrer Wohnung beschädigt zu haben. Andere Anschuldigungen weist er jedoch zurück, insbesondere den Vergewaltigungsvorwurf. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahre Haft. Mette-Marit beschrieb im Interview eine herausfordernde Zeit für ihre Familie und unterstrich, wie ernst sie die Situation nehmen. Auf die Frage, ob sie und Kronprinz Haakon (52) dem Prozess persönlich beiwohnen, blieb sie zurückhaltend: Man habe klare Gedanken dazu, wolle diese aber noch nicht öffentlich machen.
Für die norwegische Königsfamilie bedeutet der Fall nicht nur juristischen, sondern auch emotionalen Druck im privaten Umfeld. Bereits in der Vergangenheit hatte der Skandal um Marius ruhige Familienmomente überschattet, etwa den 88. Geburtstag von Harald, der offenbar bewusst im kleinen Kreis begangen wurde. Im engeren Familienverbund galt Marius über Jahre als fester Teil des royalen Alltags, auch wenn er kein offizielles Mitglied des Hofstaats war. Mette-Marit hatte ihren Sohn immer wieder sichtbar in familiäre Anlässe eingebunden, während Haakon als Stiefvater im Hintergrund eine wichtige Bezugsperson wurde.









