Neue Anklage: Marius Borg Høiby plädiert auf nicht schuldig
Neuer Wirbel um Marius Borg Høiby (29): Vor einer Woche wurde er in Untersuchungshaft genommen – für vier Wochen –, nachdem er wegen Körperverletzung, Messerdrohungen und des Verstoßes gegen ein Kontaktverbot gegenüber der sogenannten "Frogner-Frau" festgenommen und angeklagt worden war. Einen Tag bevor die bereits laufende Hauptverhandlung zu anderen Punkten fortgesetzt wird, bestätigte sein Anwalt, dass Marius zur neuen Sache vernommen wurde. Er plädiert auf nicht schuldig, nimmt die vierwöchige U-Haft aber hin und verzichtet darauf, gegen die Inhaftierung vorzugehen.
"Er erkennt keine Strafschuld für Drohungen und Körperverletzung an, wird aber den Haftbeschluss nicht anfechten. Das liegt daran, dass er sich nun voll und ganz auf die Vorwürfe konzentrieren muss, die Gegenstand der Anklageschrift sind. Die Verdachtsgrundlage für die neuen Tatvorwürfe müssen wir zu einem späteren Zeitpunkt genauer prüfen", erklärte Verteidiger Petar Sekulic gegenüber dem Dagbladet. Die Vorfälle, die den neuen Anschuldigungen zugrunde liegen, sollen sich in seiner Wohnung in Oslo ereignet haben und richten sich gegen eine Ex-Freundin in ihren Zwanzigern, gegen die er bereits Gewalt und Sachbeschädigung am 4. August 2024 im Stadtteil Frogner eingeräumt hatte. Die mutmaßlich betroffene Frau wurde nach Angaben der Zeitung bereits in der vorigen Woche von der Polizei befragt. Staatsanwalt Andreas Kruszewski gab dem Medium zudem zu Protokoll, die Ermittlungen in dem neuen Verfahren stünden kurz vor dem Abschluss. Marius sitzt derzeit auf der Anklagebank im Osloer Amtsgericht, wo ihm insgesamt 38 Straftaten zur Last gelegt werden. Darunter befinden sich vier Fälle von Vergewaltigung im Schlaf sowie Misshandlung in einer Nahbeziehung. Darüber hinaus ist er wegen Gewalt, rücksichtslosen Verhaltens und sexuell kränkendem Verhalten angeklagt.
Abseits der nüchternen Paragrafen spielt sich für den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) vieles auch im persönlichen Umfeld ab. Familienbesuche im Gefängnis sorgten zuletzt für Gesprächsstoff, während offizielle Stellen darauf hinwiesen, dass für den Untersuchungshäftling keine Ausnahmen gelten. Marius, der sich in der Öffentlichkeit lange um ein Leben fern des royalen Protokolls bemühte, steht nun im grellen Rampenlicht. Freunde beschreiben ihn seit Jahren als jemanden, der die Nähe zu seiner Mutter und zu Kronprinz Haakon (52) schätzt. Der Prozess gilt als einer der aufsehenerregendsten Strafprozesse in der jüngeren norwegischen Geschichte und dürfte noch mehrere Wochen andauern.






