Verborgene Perle: Dieser Horrorfilm überrascht auf Netflix
Mit "I Saw the TV Glow" ist ab sofort ein Independent-Horrorfilm auf Netflix verfügbar, der ein echter Geheimtipp für Fans besonderer Kinomomente ist. Der Film, der auf der Berlinale 2024 seine Weltpremiere feierte, schaffte es in Deutschland nur für eine Woche in ausgewählte Kinos. Nun ist der Streifen, der unter der Regie von Jane Schoenbrun entstand, weltweit im Stream verfügbar. Im Fokus der Geschichte stehen der introvertierte Teenager Owen, gespielt von Justice Smith (30), und seine Klassenkameradin Maddy, dargestellt von Jack Haven. Gemeinsam verlieren sich die beiden in der mysteriösen TV-Serie "The Pink Opaque", bis Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verschwimmen. Emma Stone (37) war als Produzentin mit an Bord, ebenso wie ihr Mann, Dave McCary (40).
Anders als bei klassischen Horrorfilmen stehen hier keine Schockeffekte im Mittelpunkt, sondern eine beklemmende psychologische Atmosphäre. Themen wie Selbstwahrnehmung, Dysphorie und das Erwachsenwerden werden durch visuelle Eleganz und neongetränkte Bilder stilvoll inszeniert. Auch musikalisch beeindruckt der Film mit einem atmosphärischen Soundtrack, der unter anderem Musik von Phoebe Bridgers (31) und Caroline Polachek beinhaltet. Publikum und Kritiker zeigten sich laut kino.de begeistert: Auf Rotten Tomatoes erhielt das Werk stolze 85 Prozent von den Kritikern und eine überwiegend positive Bewertung von 71 Prozent bei den Zuschauern.
Justice Smith, bekannt aus "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" oder "The Get Down", überzeugt in "I Saw the TV Glow" als ruhig-sensibler Außenseiter, der zwischen Unsicherheit und innerer Zerrissenheit balanciert. Die Verbindung zwischen Owen und Maddy bietet eine eindringliche Darstellung von Einsamkeit und dem Wunsch nach Zugehörigkeit, die vielen Zuschauern unter die Haut geht. Der Film erinnert durch seine spezielle Mischung aus Nostalgie, emotionaler Tiefe und verstörenden Akzenten daran, wie viel Power im Independent-Kino steckt – und weshalb es sich lohnt, auch abseits des Mainstreams nach Filmperlen zu suchen.






