"Chefsache ESC"-Kandidatin erhebt Vorwürfe gegen Stefan Raab

"Chefsache ESC"-Kandidatin erhebt Vorwürfe gegen Stefan Raab

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Sängerin Fannie Wilkens rechnet zum Jahresstart mit einer großen Castingshow ab, die sie im vergangenen Jahr fast gebrochen haben soll – und schießt dabei indirekt gegen einen der beliebtesten deutschen Entertainer. In einem TikTok-Clip erzählt sie, dass sich damals über 3000 Menschen bewarben, aus denen am Ende nur 15 Talente ausgewählt wurden. Die Schweizerin war damals eine der Glücklichen und hatte sich zunächst auch "total gefreut", wie sie betont. Doch die anfängliche Euphorie verflog bereits nach der ersten Folge: "Die Jury und vor allem der Hauptmoderator" hätten sie behandelt "wie Dreck am Schuh", so die Musikerin. Konkrete Namen nennt Fannie nicht, doch sind sich Fans in den Kommentaren nach kurzer Recherche einig: Es handelt sich um "ESC Chefsache 2025" – die Vorentscheidungsshow des Eurovision Song Contests – und den dafür verantwortlichen Produzenten und Entertainer Stefan Raab (59).

In ihrem Video betont Fannie, dass sie hinter den Kulissen durchaus auch gute Erfahrungen gemacht habe. Das Team sei "total nett" gewesen, fast schon herzlich, sodass sie sich anfangs sehr geborgen gefühlt habe. Der Ernüchterung folgte ihrer Darstellung nach dann auf der Bühne: Dort habe sie das Gefühl gehabt, nur "ein Lückenfüller" zu sein. "Da kamen Leute weiter, die wirklich nicht singen konnten. Also wirklich, wirklich, wirklich nicht live singen konnten", sagt die Musikerin und erklärt, dass andere mit starken Live-Performances angeblich aussortiert worden seien. Nach der Teilnahme sei sie schließlich in eine "ziemlich krasse Depression" gefallen und habe lange kämpfen müssen, um ihren Wert als Sängerin, Songwriterin und als Mensch wiederzufinden. Ihren Fans gibt Fannie dann noch einen Tipp, der von Herzen kommt: "Niemand von außen kann euch euren Wert geben oder nehmen. [...] Das musste ich auf die harte Tour lernen."

Ein Jahr nach dem niederschmetternden TV-Erlebnis zieht Fannie für sich dennoch eine positive Bilanz: Das kommende halbe Jahr sei sie mit musikalischen Jobs komplett ausgebucht, berichtet sie stolz. Die Sängerin, die ihren Followern zum Abschluss des Clips "ein geiles 2026" wünscht, präsentiert sich inzwischen wieder als selbstbewusste Künstlerin, die ihre Karriere unabhängig von großen TV-Bühnen vorantreibt. Während "Chefsache ESC" mit hohen Quoten und einem großen Publikum im deutschen Fernsehen für Aufmerksamkeit sorgte, zeigt Fannies Geschichte die andere Seite einer solchen Show: die sehr individuelle Reise einer Teilnehmerin, die sich nach einem öffentlichen Castingformat ihren Platz im Musikgeschäft und ihr inneres Gleichgewicht tapfer zurückerkämpft hat.

Collage: Fannie Wilkens und Stefan Raab
Collage: fannieoffiziell, Imago
Collage: Fannie Wilkens und Stefan Raab
Elton, Yvonne Catterfeld, Stefan Raab, Max Giesinger und Barbara Schöneberger
RTL / Raab ENTERTAINMENT / Willi Weber
Elton, Yvonne Catterfeld, Stefan Raab, Max Giesinger und Barbara Schöneberger
Barbara Schöneberger und Stefan Raab bei "Chefsache ESC 2025 - Wer singt für Deutschland?"
RTL / Raab Entertainment / Willi Weber
Barbara Schöneberger und Stefan Raab bei "Chefsache ESC 2025 - Wer singt für Deutschland?"
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