Luxushotel in Saint-Tropez wird zum "The White Lotus"-Set
Serienmacher Mike White verlegt The White Lotus an die französische Riviera: Staffel vier wird im prachtvollen Château de la Messardière bei Saint-Tropez gedreht, dazu an weiteren Orten rund um die Küste und in Paris. Mit an Bord sind AJ Michalka (34) und "Vikings"-Star Alexander Ludwig (33), wie Variety berichtet. Wann das Ganze zu sehen ist, steht noch nicht fest, angepeilt wird wohl Ende 2026 oder Anfang 2027. Klar ist aber: Im Luxusmix aus Intrigen, Eitelkeiten und teuren Cocktails wird wieder nicht jeder lebend auschecken. Mike macht derweil Lust auf neue Töne und verabschiedet sich vom bisherigen Meeresrauschen-Pathos.
Das Fünf-Sterne-Haus, ein Airelles-Juwel aus dem 19. Jahrhundert, thront über der Bucht von Saint-Tropez, mit Blick auf die Weinberge von Ramatuelle und die Strände von Pampelonne. Laut Variety könnten Dreharbeiten auch einen Abstecher in Richtung Cannes umfassen, wo zur Festivalzeit traditionell die ganze Glamour-Welt zusammenkommt. Das Schloss, einst als Hochzeitsgeschenk eines Cognac-Magnaten erbaut, bietet Rolls-Royce-Shuttles, einen Tennisplatz, einen großen Pool und üppige Gärten – also reichlich Bühne für Chaos, Verführerisches und die typischen "White Lotus"-Scharmützel. Während am Plot noch geschraubt wird, sorgt eine kreative Weichenstellung hinter den Kulissen für Schlagzeilen: Komponist Cristóbal Tapia de Veer kehrt wegen künstlerischer Differenzen nicht zurück. "Für die vierte Staffel will ich ein bisschen raus aus dem Vokabular von 'Wellen krachen gegen Felsen'", sagte Mike in einem von Max am 6. April veröffentlichten Video.
Der Schauspieler und Autor, der mit seinem spitzen Blick auf Statussymbole und verborgene Kränkungen den Nerv der Fans trifft, hat mit den bisherigen Schauplätzen bereits Reisefieber ausgelöst: zuerst Hawaii, dann Sizilien, zuletzt Thailand. Jennifer Coolidge (64) kehrte in Staffel zwei zurück, Natasha Rothwell (45) in Staffel drei – ob diesmal ein bekanntes Gesicht wieder auftaucht, bleibt offen. Mike selbst hält sich privat gern im Hintergrund, lässt aber durchblicken, dass ihn das Wechselspiel aus Schönheit und Abgrund fasziniert. Schon am Set gilt er als jemand, der leise arbeitet, lange spazieren geht und dann mit einer Idee zurückkommt, die am nächsten Morgen alle umhaut. In Gesprächen über die Serie fällt bei ihm selten ein großes Wort – dafür sitzen die kleinen, präzisen Beobachtungen über Menschen, Machtspiele und das Bedürfnis, gesehen zu werden.






