Ständige Bedrohung: Hape Kerkeling fordert härtere Gesetze
Hape Kerkeling (61) schlägt Alarm: Der Comedian erzählt in einem neuen Interview mit dem Magazin Playboy, dass er im Internet ständig mit Hass und Gewaltfantasien konfrontiert wird. Immer wieder eskalieren die Anfeindungen so sehr, dass sich sogar der Staatsschutz einschalten muss. "Andauernd! Weil ich mich – auch ungefragt – zu politischen Themen äußere, was nicht gerne gesehen wird, aber mich nicht interessiert", antwortet Hape auf die Frage, ob er schon einmal in einen Shitstorm geraten sei. Für den Entertainer ist klar: Die Situation gehört längst zu seinem Alltag, doch genau das will er nicht länger einfach hinnehmen.
In dem Gespräch berichtet Hape, dass ihn der Lärm inzwischen kaum noch aus der Ruhe bringt. "An die Bedrohungen habe ich mich schon gewöhnt", meint der Künstler und macht deutlich, wann es für ihn ernst wird: nämlich dann, wenn Behörden aktiv werden müssen, weil jemand ihn persönlich angreift oder bedroht. Besonders problematisch findet er, dass die aktuelle Gesetzeslage seiner Meinung nach nicht ausreicht, um Hetzer effektiv zu stoppen. Er fordert, dass Plattformen gezwungen werden, E-Mail-Adressen von Personen herauszugeben, die andere im Netz bedrohen. "Wir sind da noch wie im Wilden Westen", behauptet der Entertainer und kritisiert, dass manche Diskussionen durch sogenannte alternative Fakten angeheizt werden. Wenn Gesprächspartner unbeirrt an Behauptungen festhalten, die nachweislich falsch sind, gerät er nach eigener Aussage schnell an seine Grenzen: "Für ein Gespräch braucht man eine gemeinsame Basis der Wahrheit." Sein starkes Bedürfnis nach Klarheit steht dabei oft im Konflikt mit seinem Wunsch nach Harmonie.
Fernab der Bedrohungen setzte Hape zuletzt ein beachtetes Zeichen der Solidarität. Bei der Aids-Gala im Musical Dome Köln engagierte sich der Entertainer gemeinsam mit Prominenten wie Isabel Varell (64), Bettina Böttinger (69) und George Uecker für die Aidshilfe. Während Künstlerinnen wie Vicky Leandros (73) und die No Angels für emotionale Höhepunkte sorgten, zeigte sich Hape nachdenklich. Besonders bewegend: Die Gala weckte Erinnerungen an seine erste große Liebe Duncan, der an den Folgen von HIV starb. In seinem Buch "Gebt mir etwas Zeit" schilderte Hape offen den Schmerz dieser Zeit. "So viel Zeit wie möglich verbringe ich nun mit Duncan in Amsterdam. Innerlich gehe ich täglich und nächtlich durch eine Hölle", schrieb der Comedian über die Zeit der Angst und Trauer.









