Horst-Schlämmer-Rolle ist für Hape Kerkeling wie "Befreiung"
Hape Kerkeling (61) ist zurück als Horst Schlämmer – und beschreibt das Comeback seiner Kultfigur als echtes Aufatmen. Bei der Trailer-Premiere in Hamburg zeigte der Comedian, was die Fans ab dem Kinostart erwartet, und sprach darüber im Interview mit Bild. Schlämmer, der fiktive Vize-Chef des "Grevenbroicher Tagblatts" im Vokuhila-Trenchcoat-Look, zieht nach 16 Jahren wieder los, um das Glück zu suchen. Er tourt quer durch Deutschland, per Anhalter, auf dem Krabbenkutter und im Schienenersatzverkehr. Auf seiner Route trifft er Passanten, Promis und sogar Psychologen – und hat dabei, wie er sagt, die Faxen dicke.
In seiner typischen Schnoddrigkeit nimmt Schlämmer das aktuelle Lebensgefühl aufs Korn: steigende Preise, geschlossene Kneipen, miese Stimmung – das will er nicht hinnehmen. Stattdessen startet er eine Reise von Süddeutschland bis Sylt, von Berlin bis Büsum, und sammelt Momente und Menschen wie Reporter-Notizen. Hape erklärt den Zauber der Figur so: "Ihn zu spielen ist wie eine Befreiung – man darf alles sagen, was man normalerweise nur denkt", sagte er im Interview. Gleichzeitig weiß der Star um die Gratwanderung: "Ihm zu widersprechen, ist allerdings überlebenswichtig", scherzte er, denn sein Alter Ego sei "die personifizierte soziale Unbeholfenheit". Beim Anziehen des beigen Mantels passiere jedes Mal etwas Magisches: Der Rücken krümmt sich, der Atem rasselt, und plötzlich liegt das "Schätzelein" wieder locker auf der Zunge.
Für Fans ist die Rückkehr ein Wiedersehen mit einem Stück Popkultur, das Hape seit Jahren begleitet. Der Comedian hatte bereits verraten, dass der neue Film Horst nicht in der Politik, sondern mitten im Alltag zeigt – als Suchenden, der zwischen Tegernsee, Köln und Sylt dem großen Thema Glück hinterherjagt. In der Vergangenheit erzählte der Entertainer, wie sehr er an dieser Kunstfigur hängt, die zwischen Kioskhumor und Zärtlichkeit für kleine Leute pendelt. Privat schätzt Hape die Ruhe abseits des Rampenlichts, pflegt enge Freundschaften und ist für seine Liebe zu Reisen bekannt. Wer ihn kennt, weiß: Hinter der Verkleidung steckt jemand, der genau zuhört – und aus Alltagsbegegnungen die Geschichten zieht, die Horst so menschlich machen.








