Bill Clinton bestreitet engen Kontakt zu Jeffrey Epstein
Bill Clinton (79) hat in einer Aussage vor dem Kongress jegliche unangemessene Verbindung zu Jeffrey Epstein (†66) oder dessen Anklägerin Virginia Giuffre (†41) entschieden zurückgewiesen. In neu veröffentlichten Aufnahmen seiner Befragung durch das Repräsentantenhaus verneinte der 79-Jährige auf die Frage, ob er jemals Epsteins Privatinsel besucht habe, klar und deutlich. Als die Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna nachhakte und ihn mit Virginias Aussage konfrontierte, die behauptet hatte, ihn mit zwei jungen Mädchen auf der Insel gesehen zu haben, wies Bill dies ebenfalls zurück. Der ehemalige US-Präsident erklärte zudem, er habe Virginia nie persönlich getroffen. Auch auf die Frage, ob er jemals von einer von Epsteins Mitarbeiterinnen massiert worden sei, antwortete Bill ausweichend und gab an, auf Fotos sei zu sehen, wie er eine Rückenmassage bekommen habe.
Die Gesetzgeber konfrontierten Bill auch mit der angeblichen Behauptung Epsteins, dass "Clinton sie jung mag". Der frühere Präsident stellte unmissverständlich klar: "Erstens stimmt es nicht, dass ich irgendein Interesse an minderjährigen Mädchen habe." In seinem einleitenden Statement betonte Bill, er habe "keine Ahnung von den Verbrechen gehabt, die Epstein begangen hat". Er erklärte gegenüber dem Ausschuss, dass er nichts gesehen und nichts Falsches getan habe. Als jemand, der in einem Zuhause mit häuslicher Gewalt aufgewachsen sei, wäre er nicht in Epsteins Flugzeug gestiegen, wenn er auch nur eine Ahnung gehabt hätte. Er hätte Epstein selbst zur Rechenschaft gezogen, so der Politiker.
Virginia Giuffre hatte Epstein und Ghislaine Maxwell (64) vorgeworfen, sie für Menschenhandel missbraucht zu haben. Ihre Anschuldigungen führten zu aufsehenerregenden Klagen, darunter eine gegen den ehemaligen Prinzen Andrew, die später beigelegt wurde. Die Australierin gründete 2015 die gemeinnützige Organisation Victims Refuse Silence, um Opfer von Menschenhandel zu unterstützen. Virginia nahm sich am 25. April 2025 in Australien das Leben, wo sie jahrelang mit ihrem Ehemann und drei Kindern gelebt hatte. Bill wurde als erster ehemaliger oder amtierender Präsident seit mehr als 40 Jahren vor dem Kongress vernommen. Die Republikaner im Repräsentantenhaus befragten ihn unter Eid zu Epsteins Spendentätigkeit, Besuchen im Weißen Haus und Fotos aus den Akten des Justizministeriums.








