Nach Tour-Absage: Das planen die Rolling Stones mit Keith

Nach Tour-Absage: Das planen die Rolling Stones mit Keith

- Marina Birner
Lesezeit: 3 min

Die Rolling Stones ziehen überraschend die Reißleine: Die geplante Europa-Tour im Sommer ist abgesagt, stattdessen formt die Band ihre Live-Pläne komplett um. Nach Informationen aus Branchenkreisen, die der Daily Mail vorliegen, stehen wohl drei Mini-Residenzen auf dem Zettel – jeweils eine Woche im Vereinigten Königreich, eine in den USA und eine in Argentinien, wo die Rocklegenden seit Jahrzehnten Kultstatus genießen. Hinter den Kulissen soll vor allem die Belastung für Keith Richards (82) den Ausschlag gegeben haben. Der Gitarrist wolle sich nicht noch einmal wochenlangen Proben und anschließend einem Konzert-Marathon stellen: "Keith wollte einfach keinen Monat lang proben – und dann drei Monate lang auf Tour sein", erklärte eine Quelle. Ohne "Keef" sei eine große Tour für Mick Jagger (82) und den Rest der Gruppe aber keine Option.

Konkret wird über einen möglichen Stopp in Las Vegas spekuliert: Laut einem US-Insider soll ein "großes Angebot" auf dem Tisch liegen, das allerdings wegen hoher Aufbaukosten und vergleichsweise geringer Sitzplatzzahl abgewogen werden müsse. Das neue Konzept sieht offenbar Blöcke mit einer Woche Shows und dann jeweils zwei Wochen Pause vor – ein Rhythmus, der mehr Erholung erlaubt und die Logistik verschlankt. Seit dem Startschuss ihrer Live-Ära 1963 haben die Stones über 2.000 Konzerte auf die Bühne gestellt, zuletzt mit Steve Jordan am Schlagzeug nach dem Tod von Charlie Watts im Jahr 2021. Schon während der "No Filter"-Etappen wurde deutlich, dass Alter und Aufwand in einem engeren Verhältnis stehen. "Bisher taumelt und fällt noch niemand um", scherzte Keith noch 2019. "Alle sind in bemerkenswerter Form, und ja, solange das so bleibt, werden wir wohl weitermachen." Nun soll das Publikum die Band allerdings nur noch in konzentrierten, exklusiven Sets erleben.

Abseits der großen Roadshow verbringt Keith Richards die meiste Zeit zurückgezogen in Connecticut mit Ehefrau Patti, mit gelegentlichen Abstechern in die Karibik. Privat hat der Gitarrist zuletzt vor allem familiäre Meilensteine gefeiert: Tochter Alexandra Richards (39) ist zum zweiten Mal Mutter geworden und teilt ihren Alltag gerne in sozialen Medien, während der Rockstar als stolzer Großvater von mittlerweile acht Enkelkindern gilt. Daher pflegt der Familienmensch seine Ruhezeiten ebenso wie sein Ritual mit der Gitarre im Wohnzimmer. Freunde beschreiben den Musiker als routiniert und fokussiert, wenn es um die Vorbereitung auf Auftritte geht – Pausen, Schlaf und ein klarer Tagesablauf gehören dazu. Diese Balance zwischen Bühne und Zuhause spiegelt sich nun auch in den Live-Plänen der Band wider, die ihren Zusammenhalt seit Jahrzehnten über gemeinsame Entscheidungen definiert. Mick bleibt der unermüdliche Frontmann, Ronnie Wood (78) die lässige Rampensau – und Keith der Taktgeber, an dessen Tempo sich alles ausrichtet.

Keith Richards
Getty Images
Keith Richards
Mick Jagger und Charlie Watts im Mai 2005 in New York
Getty Images
Mick Jagger und Charlie Watts im Mai 2005 in New York
Die Rolling Stones bei einem Konzert 2019
Getty Images
Die Rolling Stones bei einem Konzert 2019
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