Geheimnisse bleiben: Harry schützte William in Memoiren
Vor genau drei Jahren ließ Prinz Harry (41) mit seinen Memoiren "Spare" die royale Welt erzittern – doch jetzt wird klar: Der Royal hielt ausgerechnet seinen Bruder Prinz William (43) und König Charles (77) an entscheidenden Stellen bewusst aus der Schusslinie. In einem Gespräch mit dem britischen Telegraph verrät Harry nun, dass er zahlreiche brisante Episoden aus der ersten Fassung gestrichen habe, weil William und sein Vater ihm bestimmte Enthüllungen "nie verziehen" hätten. Die Szenen, um die es geht, spielten sich hinter verschlossenen Palasttüren ab, während die Öffentlichkeit nur die Eskalationen rund um Meghan, den angeblichen Streit mit William und die dramatischen Familienkrisen zu sehen bekommen habe.
Laut Harry war das ursprüngliche Manuskript von "Spare" doppelt so umfangreich wie die endgültige Version, die weltweit Millionenauflagen erreichte. Rund fünfzig Onlinemeetings führte er nach eigenen Angaben mit seinem Ghostwriter, um Satz für Satz abzuwägen, welche Familienmomente in die Öffentlichkeit gehören – und welche lieber im Verborgenen bleiben. Gegenüber dem Telegraph erklärte Harry: "Es hätten zwei Bücher sein können. Das Schwierige war, Dinge wieder herauszunehmen." Gerade Episoden mit William und Charles habe er bewusst gestrichen, weil er nicht wolle, dass "die Welt alles weiß". Während er in "Spare" einen körperlichen Streit mit William, Spannungen bei Prinz Philips (†99) Beerdigung und frostige Begegnungen mit Charles schildert, bleiben also andere, offenbar noch heiklere Szenen unter Verschluss.
Diese strategische Gratwanderung zwischen Offenheit und Geheimhaltung trifft mitten ins Herz der britischen Monarchie. Historiker und Royals-Experte Ed Owens sieht im Podcast "Pod Save The King" das mühsam gepflegte Image einer harmonischen "Familienmonarchie" angekratzt. Der Palast habe sich jahrelang als Vorbild des britischen Familienlebens inszeniert, mit Charles als Vaterfigur und William und Harry als "zwei verlässlichen Leutnants" an seiner Seite. Seit Harry und Meghan jedoch in Interviews, einer Netflix-Doku und schließlich mit "Spare" immer wieder intime Einblicke in ihr Innenleben geben, wirkt dieses Bild brüchig. Hinter den Kulissen steht nicht nur eine Institution, sondern auch eine Familie, in der Brüder, Väter und Söhne miteinander ringen – und in der selbst derjenige, der auspackt, noch Geheimnisse hütet, um Verbindungen nicht endgültig zu zerstören.










