Megxit: Queen zog klare Grenzen für Prinz Harry und Meghan
Prinz Harry (41) hat Anfang 2020 beim viel zitierten Sandringham-Gipfel eine Zäsur erlebt – und das mitten im Herzen der Monarchie. Nach einer Auszeit in Kanada kehrten Harry und Herzogin Meghan (44) nach London zurück, wo er intern den Plan präsentierte, als Royals künftig teils unabhängig zu arbeiten und eigenes Geld zu verdienen, aber die HRH-Titel zu behalten. Wenige Tage später folgte die öffentliche Ankündigung ihres Rückzugs von Senior-Aufgaben und die Aussicht auf ein Leben zwischen Großbritannien und Nordamerika. Am 13. Januar kam es auf dem Landsitz Sandringham zum Krisentreffen mit Queen Elizabeth II. (†96), König Charles (77) und Prinz William (43). Meghan blieb in Kanada, sollte per Video zugeschaltet werden, doch technische Probleme verhinderten ihre Teilnahme. Royal-Autor Robert Jobson war die Antwort der Queen unmissverständlich. Er beschreibt in seinen Büchern "The Windsor Legacy" und "Catherine: The Princess of Wales", wie der Gipfel zur harten Lektion für Harry wurde.
Ein "Halb-drin, halb-draußen" gebe es nicht, die Monarchie dulde kein Zwischenmodell. "Die Idee, mit königlichen Titeln Millionen zu verdienen, war ihr zuwider", zitiert Jobson die Haltung der Queen. Kurz darauf bremste der Palast die Pläne aus: Die Nutzung der HRH-Titel wurde gestoppt, Harry verlor militärische Ehrenämter und die Rolle als Jugendbotschafter des Commonwealth. Die beiden sagten zu, ohne öffentliche Gelder auszukommen und die Kosten für die Renovierung von Frogmore Cottage zurückzuzahlen. In einem selten persönlichen Statement signalisierte die Queen zugleich Bedauern und Verständnis. "Wir respektieren und verstehen ihren Wunsch, ein unabhängigeres Leben als Familie zu führen", teilte sie laut Berichten mit. Für Jobson markierte der Tag einen Wendepunkt – mit weitreichenden Folgen für Harrys Verhältnis zur Familie.
Hinter den Kulissen spielten auch Emotionen eine Rolle. Jobson schreibt von einer aufgewühlten Atmosphäre, William sei "gelassen, aber distanziert" gewesen, Prinz Philip (†99) sei ferngeblieben. Später schilderten Harry und Meghan in ihrer Netflix-Serie, wie schmerzhaft die Phase für sie gewesen sei. Sie monierten, Meghan habe nicht mit am Tisch sitzen können. Für Harry, der seine Großmutter stets als wichtigen Fixpunkt sah, trafen familiäre Nähe und institutionelle Regeln aufeinander. Meghan stellte rückblickend die Frage, wie man über die Zukunft einer Familie sprechen könne, wenn "die Mutter und Ehefrau" nicht dabei ist. Harry hielt fest, dass er seine Familie liebe – ein Hinweis darauf, dass es bei all den Entscheidungen nicht nur um Rollen, Titel und Verträge ging, sondern auch um Bindungen, die über Jahrzehnte gewachsen waren.








