Jodie Foster sicher: Früher Ruhm rettete sie vor Missbrauch
Jodie Foster (63) sprach jüngst im Podcast "Fresh Air" von NPR über ihre Erfahrungen als Kinderdarstellerin in Hollywood. Die Schauspielerin, die bereits im Alter von drei Jahren mit ihrer Karriere begann, erklärte, dass ihre Oscar-Nominierung für die Rolle der Iris Steensma in dem Film "Taxi Driver" sie damals vor sexuellem Missbrauch bewahrt habe. "Ich habe mich oft gefragt, warum ich verschont geblieben bin", berichtete sie. Sie sei durch den frühen Ruhm und ihre berufliche Stellung "zu gefährlich" für potenzielle Täter gewesen, da sie bereits in jungen Jahren Machtpositionen innehatte.
Neben ihrer Position als früh gefeierter Kinderstar habe auch ihre Persönlichkeit einen entscheidenden Schutzfaktor dargestellt. Jodie beschrieb sich selbst als rational und schwer emotional manipulierbar. Diese Eigenschaften hätten es Tätern erschwert, sie zu beeinflussen. Zudem betonte sie, dass ihre emotionale Kontrolle auch ihrer Arbeit als Schauspielerin zugutekam. Während sie über Mikroaggressionen im Berufsalltag berichtete, blieb sie von gravierenderen Übergriffen verschont. Die Schauspielerin fügte hinzu, dass Macht oft ein entscheidender Schutzfaktor sei, besonders in jungen Jahren in einer Branche wie Hollywood.
Jodie erzählte, dass sie von ihrer Mutter Evelyn Foster, die zugleich ihre Managerin war, früh an die Schauspielerei herangeführt wurde. Schon in jungen Jahren und später bei der Wahl von Rollen suchte sie immer wieder die Nähe zu charakterstarken Figuren. Ein Beispiel dafür sei ihre Darstellung der Clarice Starling in "Das Schweigen der Lämmer", die ihr ihren zweiten Oscar einbrachte. Interessanterweise hatte ihre Mutter ursprünglich Bedenken, dass die Rolle nicht glamourös genug sei – ein Urteil, dem sich Jodie jedoch widersetzte. Sie setzte sich durch und brillierte mit einer Darstellung, die sie bis heute als eine ihrer stärksten charakterisiert.








