Reagan-Attentäter äußert bizarre Theorie zu Jodie Foster

Reagan-Attentäter äußert bizarre Theorie zu Jodie Foster

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min

Kurioser könnte eine Behauptung wohl kaum sein: John Hinckley Junior hat in einem neuen Interview mit dem US-Portal TMZ eine steile Behauptung über die erfolgreiche Schauspielerin Jodie Foster (63) aufgestellt – und sorgt damit für Aufsehen. Der Mann, der 1981 auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan (†93) schoss, sagt, die zweifache Oscar-Gewinnerin sei erst nach dem gescheiterten Attentat lesbisch geworden. Er spreche von einem angeblichen Trauma, das er durch seine öffentliche Fixierung auf die Schauspielerin ausgelöst habe. Das Gespräch erschien jetzt, während John seine neuen Memoiren mit dem Titel "John Hinckley Jr.: Who I Really Am" bewirbt. Jodies Umfeld wurde um eine Stellungnahme gebeten, doch wie die Unterhaltungsnachrichten-Website berichtet, lehnte ihr Management einen Kommentar ab.

John führt in dem Interview aus, er habe Jodie seit dem Film "Taxi Driver" (1976, mit Robert De Niro, 82), als sie noch zwölf Jahre alt war, verehrt und sie später an der Yale University belästigt – mit Anrufen, Gedichten und Besuchen an ihrem Wohnheim. "Ich dachte, ich könnte Jodie beeindrucken, indem ich den Präsidenten töte", sagte er laut TMZ. Im März 1981 reiste er nach Washington, D.C., positionierte sich am Hilton Hotel und feuerte sechs Schüsse ab, die Ronald sowie drei weitere Männer trafen. Er wurde noch am Tatort überwältigt, später wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen und über drei Jahrzehnte in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Heute nehme er nach eigenen Angaben freiwillig Zoloft und Risperdal gegen Angstzustände. Zudem behauptet er, Jodie, die in ihrem Leben noch mit einer weiteren Stalkerin zu kämpfen hatte, sei in den frühen Achtzigern mit Männern ausgegangen und sei erst danach, nämlich bei den Golden Globes 2013, öffentlich als lesbisch in Erscheinung getreten.

Während John heute in Interviews offen über seine psychische Erkrankung und seine Medikamenteneinnahme spricht, hält sich Jodie zu dem Thema konsequent zurück. Die zweifache Mutter hatte ihr Privat- und Liebesleben jahrelang abgeschirmt und sprach erst 2013 bei der Verleihung der Golden Globes öffentlich über ihre Liebe zu Frauen. Damals sagte sie in ihrer Rede laut US-Medien, sie fühle sich "sozusagen schon seit tausend Jahren geoutet". Statt über ihre Sexualität zu sprechen, konzentriert sich die Regisseurin in Gesprächen meist auf ihre Arbeit, ihre Kinder und die Bedeutung von Ruhm. In einem Gespräch mit Variety reflektierte Jodie auch die Schattenseiten ihres Erfolgs. Bei Preisverleihungen nutzt sie Momente der Öffentlichkeit oft, um über Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und Privatsphäre zu sprechen – Themen, die sie seit ihren frühen Jahren in Hollywood begleiten.

Jodie Foster, 2025
Getty Images
Jodie Foster, 2025
Ehemaliger U.S. President Ronald Reagan bei einer Kundgebung, 1982
Getty Images
Ehemaliger U.S. President Ronald Reagan bei einer Kundgebung, 1982
Der Film "Taxi Driver" mit Jodie Foster und Robert De Niro
Der Film "Taxi Driver" mit Jodie Foster und Robert De Niro