Das war Alan Rickmans letzter Wunsch vor seinem Tod
Zehn Jahre nach seinem Tod wurden nun neue Details über Alan Rickmans (†69) letzte Zeit im Krankenhaus bekannt. Seine Frau Rima Horton hat in einem Gespräch mit der Sunday Times erzählt, was der Harry Potter-Star nach der Schockdiagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs als Erstes zu seinem Onkologen sagte. Der Schauspieler, der 2015 nach starken Schmerzen im Bein untersucht wurde und kurz darauf die bittere Diagnose erhielt, wandte sich an die Ärzte mit der eindringlichen Bitte: "Ich will nicht in Schmerzen sterben." Rima berichtet, diese Worte hätten die Behandlung in seinen letzten Wochen bestimmt – und die Mediziner hätten alles dafür getan, diesen Wunsch zu erfüllen.
Die Witwe schildert, wie Alan seine Krankheit weitgehend für sich behielt, weil er nicht wollte, dass Menschen ihn mit mitleidigen Blicken ansehen. Stattdessen habe er versucht, die Kontrolle zu behalten – sogar über seine Abschiedsmomente. So habe er seine eigene Beerdigung bis ins Detail geplant, während er sich gleichzeitig noch einer Chemotherapie unterzog, die sein Leben um einige Monate verlängerte. Eine enge Freundin, Schauspielerin Emma Thompson (66), habe in dieser Zeit für etwas Wärme in der sterilen Klinik gesorgt. Rima beschrieb laut dem Nachrichtenportal Express, wie Emma mit einer Stehlampe und Decken anrückte und "ein kleines Salon" im Krankenzimmer schuf, um für eine geschützte, vertraute Atmosphäre zu sorgen.
Nun trennt sich Rima von einem besonderen Schatz: signierten "Harry Potter"-Ausgaben, die Kollegen wie Helena Bonham Carter (59), Ralph Fiennes (63) und Rupert Grint (37) unterzeichnet haben. Der Erlös soll in ein Forschungsprojekt am Imperial College London fließen, wo ein neuartiger Atemtest entwickelt wird, der Bauchspeicheldrüsenkrebs früher erkennen könnte. Alans Beziehung zur "Harry Potter"-Reihe war jedoch stets widersprüchlich und vielschichtig. In Tagebucheinträgen, die in dem bald veröffentlichten Buch "Madly, Deeply: The Alan Rickman Diaries" enthalten sind, schrieb er, dass sich seine Gefühle gegenüber dem Franchise oft zwischen Gleichgültigkeit und Ermüdung bewegten. Trotz seiner ambivalenten Meinung spielte seine Verkörperung von Snape eine entscheidende Rolle in seinem Leben – ein Vermächtnis, das bis heute in Erinnerung bleibt.






