Morbide Bemerkung: Donald Trump sagt eigenen Tod voraus

Morbide Bemerkung: Donald Trump sagt eigenen Tod voraus

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Es ist ein seltener Riss in der Fassade des ansonsten so unerschütterlich wirkenden US-Präsidenten: Während seine Berater in Mar-a-Lago noch über Zukunftsszenarien jenseits von 2028 sinnierten, blickte Donald Trump (79) über das Leben hinaus. Als man in trauter Runde Videoaufnahmen des aufgebahrten Ex-Präsidenten Jimmy Carter (†100) anschaute, entfuhr dem 79-Jährigen ein Satz, der seine Entourage erschütterte: "Ihr wisst, in zehn Jahren bin ich das", kommentierte Donald die Bilder laut New York Magazine. Nach den kürzlich erneut hochgekochten Spekulationen über seine sichtbaren Alterserscheinungen befeuert dieser ungewohnte Realismus nun die Frage: Wie sehr beschäftigt den Republikaner die eigene Vergänglichkeit tatsächlich?

Laut US-Medien überschattet die Debatte über Donalds körperliche Belastbarkeit zunehmend die interne Strategie mit Blick auf die nächste US-Präsidentschaftswahl: Inner- und außerhalb seines Teams werde bereits offen gezweifelt, ob der gebürtige New Yorker 2028 – dann im stattlichen Alter von 82 Jahren – die Torturen einer landesweiten Mammut-Kampagne noch ein weiteres Mal stemmen könnte. Nahrung erhalten diese Zweifel nicht nur durch Fotos großflächiger Hämatome an Donalds Händen: Auch Berichte über spontane Schlafattacken während öffentlicher Auftritte und einen mysteriösen MRT-Check im Walter-Reed-Krankenhaus, zu dem es nie eine klare Erklärung gab, heizen die Spekulationen an.

Donald selbst begegnet den Gerüchten mit gewohntem Trotz und verweist auf seine "genetisch großartigen" Voraussetzungen. Im Gespräch mit dem New York Magazine beschwor er das Erbe seines Vaters, der 93 Jahre alt wurde und bis ins hohe Alter vor Lebensfreude strotzte. Dass bei diesem zuletzt Alzheimer diagnostiziert wurde, lässt der 79-Jährige nicht als Warnung gelten. "Ich habe das nicht!", wiegelt er kurz angebunden ab. Fragen nach einer möglichen Demenz quittiert Donald mit einem lässigen "Wie auch immer" – ein rhetorisches Achselzucken, mit dem er offenbar weiter versucht, das Bild des unbezwingbaren Patriarchen gegen die unerbittliche biologische Realität zu verteidigen.

Donald Trump, August 2025
Getty Images
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Jimmy Carters Sarg
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In Davos spricht Donald Trump über das US-unterstützte "Board of Peace"
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