Unerwartet: Bill Clinton verteidigt Trump im Epstein-Fall
Bill Clinton (79) hat während seiner Anhörung vor einem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Fall Jeffrey Epstein (†66) eine überraschende Aussage gemacht und ausgerechnet Donald Trump (79) in Schutz genommen. Der frühere US-Präsident beteuerte unter Eid, dass der heutige Präsident ihm nie etwas gesagt habe, das ihn glauben lasse, dieser sei im Zusammenhang mit Jeffrey in "irgendetwas Unangemessenes" verwickelt gewesen. Die stundenlangen Befragungen, die in Chappaqua im US-Bundesstaat New York stattfanden, wo das Ehepaar Clinton lebt, wurden nun veröffentlicht. Zusammen mit seiner Frau Hillary (78) sollte Bill zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals um den Sexualstraftäter und Financier beitragen, wie Der Spiegel berichtet.
In seiner Aussage schilderte der heute 79-Jährige zudem eine Unterhaltung mit Donald, die Anfang der Nullerjahre auf einem von dessen Golfplätzen stattgefunden haben soll. Donald habe ihm damals erzählt, dass er sich mit Jeffrey zerstritten habe – "alles wegen eines Immobiliendeals", so Bill. US-Medien verweisen seit Jahren auf einen Streit über ein Luxusanwesen in Florida als möglichen Wendepunkt der Beziehung zwischen beiden. Beide Clintons betonten während der Befragung, keine Kenntnis von Jeffreys Straftaten gehabt zu haben. Bills Name und Bilder von ihm tauchen allerdings in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf – bekannt ist unter anderem, dass Jeffrey während Bills Präsidentschaft mehrfach im Weißen Haus war und der Ex-Präsident wiederholt mit Jeffreys Flugzeug reiste.
Die Aussage von Bill steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu Donalds eigenen wechselhaften Darstellungen über seine frühere Beziehung zu Jeffrey. 2002 hatte er den Unternehmer in einem Interview noch als "tollen Kerl" bezeichnet und gesagt, dieser möge schöne Frauen "auch auf der jüngeren Seite". Später distanzierte er sich und erklärte, er sei "kein Fan" von dem Unternehmer gewesen. In jüngerer Zeit begründete der US-Präsident das Ende der Beziehung zudem damit, Jeffrey habe Mitarbeiterinnen aus dem Spa seines Clubs Mar-a-Lago abgeworben.








