Zahlt Prinz Edward richtige Miete für seinen Familiensitz?
Prinz Edward (61) wohnt seit rund 25 Jahren in Bagshot Park, einem weitläufigen Anwesen bei Bracknell in Surrey, das dem Crown Estate gehört. Gemeinsam mit seiner Frau Sophie (61) bewohnt der Royal das denkmalgeschützte Herrenhaus mit etwa 120 Zimmern – und zahlt dafür nach neuen Dokumenten angeblich nur eine symbolische Miete. Der Deal geht laut OK! auf eine langfristige Pacht zurück, die Edward 2007 über seine Firma Eclipse Nominees Limited verlängern ließ. Damals überwies er laut Unterlagen etwa 5,6 Millionen Euro als Einmalzahlung für eine 150-jährige Laufzeit.
Bei Bagshot Park zeigen freigegebene Papiere zudem, dass die ursprüngliche Pacht im Jahr 1998 mit rund 5.600 Euro pro Jahr startete und nach einem Renovierungsbeitrag Edwards von etwa 1,6 Millionen Euro auf circa 101.500 Euro Jahresmiete stieg – den Rest der Sanierungskosten von insgesamt rund 3,35 Millionen Euro übernahm demnach das Crown Estate. Für Bagshot Park gab es nach dem Auszug des Verteidigungsministeriums in den 90ern sogar kommerzielle Alternativpläne, etwa ein Hotel oder ein Konferenzzentrum. Kritiker wie der Autor Norman Baker werden in OK! deutlich: "Es ist obszön, dass Edward und Sophie ein 120-Zimmer-Anwesen bekommen und nur eine Pfefferkornmiete zahlen, weniger als ein kämpfendes Paar für eine winzige Wohnung in Romford", sagte er. Eine Sprecherin der Gruppe Republic legte nach: "Es gibt absolut keinen Grund, warum Edward subventionierten Wohnraum bekommen sollte", zitierte OK! die Aktivistin.
Zuletzt war bekannt geworden, dass Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor (65) für die Royal Lodge im Windsor Great Park ein ähnliches Modell nutzte: hohe Einmalzahlung, laufend nur symbolische Miete. Für Edward, der als jüngstes Kind von Königin Elizabeth (†96) regelmäßig für die Krone auftritt, ist das Landhaus Bagshot Park seit Jahrzehnten Lebensmittelpunkt. Dort lebt er mit Sophie und den gemeinsamen Kindern abseits des Londoner Trubels, umgeben von Park, Wald und langen Auffahrten. Das abgeschirmte Gelände verschafft der Familie Privatsphäre. Gleichzeitig unterstreicht die jüngste Diskussion einmal mehr, wie sehr persönliche Lebensräume der Royals und staatliches Eigentum im Alltag miteinander verwoben sind.







