Nanny Mabel: Diese Frau war König Charles' "zweite Mutter"
König Charles III. (77) hat im Februar seine ehemalige Nanny Mabel Anderson getroffen, um mit ihr ihren 100. Geburtstag zu feiern. Die beiden trafen sich auf dem Anwesen in Windsor zum gemeinsamen Tee – ein Versprechen, das der Monarch ihr laut Hello! bereits im Vorfeld gegeben hatte. Mabel war erst 22 Jahre alt, als Charles 1948 geboren wurde und sie sich als Hilfsschwester für den kleinen Prinzen bewarb. Sie war die einzige Bewerberin, die laut Berichten "nicht vor Nervosität zitterte". Zusammen mit einer weiteren schottischen Nanny kümmerte sie sich um den ältesten Sohn von Queen Elizabeth II. (†96) und Prinz Philip (†99) und wurde für Charles zu einer wichtigen Bezugsperson in seiner Kindheit.
In der Biografie "The Prince of Wales: A Biography" von Jonathan Dimbleby aus dem Jahr 1994 wird beschrieben, wie bedeutsam Mabel für Charles wurde. "Nur im Kinderzimmer konnte er sich einer Umarmung sicher sein", heißt es in dem Buch. Mabel wurde für ihn zu "einer Oase der Geborgenheit", an die er sich stets zuerst wandte, wenn er Trost und Unterstützung brauchte. Da seine Eltern oft unterwegs waren und auch privat nicht für Zuneigungsbekundungen bekannt waren, übernahm Mabel eine zentrale Rolle im Leben des Prinzen. Freunde und Höflinge kamen damals zu dem Schluss, dass sie praktisch zu einer "Ersatzmutter" für ihn geworden war. Charles soll seiner ersten Ehefrau Prinzessin Diana (†36) einst gesagt haben, Mabel sei "die einzige Frau, die ihn wirklich verstand".
Die enge Bindung zwischen Charles und seiner früheren Nanny hielt auch im Erwachsenenalter an. Nachdem Mabel 1981 in den Ruhestand ging, erhielt sie eine Wohnung auf dem Gelände von Windsor Castle. Charles ließ die Wohnung Berichten zufolge auf eigene Kosten für sie einrichten und dekorieren. In den späten 1990er-Jahren lud er sie sogar auf seine erste öffentliche Urlaubsreise mit Camilla ein, eine Kreuzfahrt in der Ägäis. Ailsa Anderson, die frühere Privatsekretärin der verstorbenen Königin, kommentierte gegenüber dem Magazin Hello den Besuch zum 100. Geburtstag: "Dass er sie zu ihrem 100. Geburtstag besucht, finde ich wirklich süß. Es ist eine Verbindung zu seiner Vergangenheit und zu seiner Kindheit und zu vergangenen Tagen. Ich denke, das würden wir alle mögen. Ich finde es wirklich charmant und süß und es muss so viel bedeuten für eine Frau, die gerade 100 geworden ist."






