"Bares für Rares": Sisi-Armband sorgt für Bieter-Wettstreit
"Bares für Rares": Sisi-Armband sorgt für Bieter-WettstreitZDF/Frank BeerZur Bildergalerie

"Bares für Rares": Sisi-Armband sorgt für Bieter-Wettstreit

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min

Glanzvolle Rückkehr eines lange verschollenen Schmuckstücks bei Bares für Rares: In der Nachmittagsausgabe am 4. Februar 2026 stand ein spektakuläres Sisi-Armband im Mittelpunkt. Maximilian Kölling aus Hamburg brachte das prunkvolle Weißgold-Armband seiner Frau ins ZDF-Studio, nachdem es jahrelang als verloren galt. Erst ein Zufall brachte das gute Stück wieder ans Licht, versteckt im Deckel des Etuis, wo es sich tief im Schaumstoff verhakt hatte. Im Pulheimer Walzwerk traf Maximilian auf Moderator Horst Lichter (64) und das Expertenteam, das die funkelnde Rarität unter die Lupe nahm. Sein Ziel: das einst verschollene Geschenk in bare Münze zu verwandeln – möglichst für eine stattliche Summe.

Bei dem Armband handelte es sich um ein massives Schmuckstück aus 750er Weißgold, übersät mit 144 Brillanten von insgesamt 15,8 Karat und neun Saphiren mit zusammen 9,45 Karat. Schmuckexpertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) datierte das sogenannte Sisi-Armband in die 60er- bis 70er-Jahre und erkannte an den Steinen und der Fertigung Hinweise auf Thailand. Trotz der beeindruckenden Karatzahlen bremste die Expertin die Erwartungen etwas, da die Diamanten eine Mischung aus weißen und getönten Steinen waren, darunter auch Stücke mit sichtbaren Einschlüssen. Der reine Goldwert lag bei rund 2.140 Euro, die Expertise für das komplette Armband bei 5.000 bis 7.000 Euro. Maximilian, der ursprünglich von 15.000 Euro geträumt hatte, ließ sich auf den Schätzbereich ein und ging mit Händlerkarte in den Raum, wo der Bieterwettstreit sofort begann: Lisa Nüßle startete mit 3.000 Euro, David Suppes und Julian Schmitz-Avila (39) zogen nach. In einem zähen Bieterduell setzte sich schließlich Lisa mit 5.300 Euro durch. Maximilian nahm das Angebot an, bedankte sich strahlend und verließ den Händlertresen sichtlich zufrieden.

Bereits zuvor hatte auch ein unscheinbares Erbstück für Furore in der Show gesorgt. Shirina und ihre Tochter Shirine brachten einen silbernen Table-Lighter mit, den Shirina vor etwa 20 Jahren geschenkt bekommen hatte. Was zunächst wie ein gewöhnliches Andenken aussah, entpuppte sich als echtes Highlight: Der Londoner Silberschmied Thomas Dee hatte das Stück 1868 gefertigt, und es war einst ein Geschenk für Prinz Alfred, Duke of Edinburgh. Trotz kleiner Macken an den Löwen-Verzierungen schätzte der Kunsthistoriker Colmar Schulte-Goltz (52) den Wert auf 2.400 bis 3.000 Euro. Im Händlerraum brach ein wahres Bietergefecht aus, angefacht durch die royale Geschichte des Objekts. Leo sicherte sich das edle Anzünd-Set schließlich für 2.100 Euro. Für die Verkäuferinnen war das ein voller Erfolg – vor allem, da sie ursprünglich nur mit 1.000 Euro gerechnet hatten.

Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Horst Lichter, Fabian Kahl, Christian Vechtel
ZDF/Frank Beer
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Annika Raßbach (zw. v. l.) und Horst Lichter mit "Bares für Rares"-Experten, Februar 2025
Instagram / annika_rassbach
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