Pleite bei "Bares für Rares": Ein Kunstdruck wird zum Flop
Die Euphorie war groß, als Ulrich und sein Sohn Lukas Brüggemann mit einem abstrakten Kunstwerk unter dem Arm bei Bares für Rares auftauchten. Der vermeintliche Schatz – ein großformatiger Druck des amerikanischen Expressionisten Mark Rothko – sollte ihnen einen ordentlichen Gewinn bescheren. Die verschiedenen Blauschattierungen auf der Leinwand wirkten auf den ersten Blick vielversprechend, und die Hoffnungen der beiden Verkäufer waren entsprechend hoch. Doch bereits bei der Expertenbegutachtung deutete sich an, dass dieser Auftritt anders verlaufen würde als geplant. Experte Colmar Schulte-Golz (52) nahm das Werk genau unter die Lupe und erkannte sofort die Vorlage des berühmten Malers.
Der Kontrast hätte dramatischer nicht sein können: Während echte Rothko-Werke auf dem internationalen Kunstmarkt astronomische Summen erzielen – ein vergleichbares Originalbild wurde laut kino.de 2021 bei Phillips in New York für umgerechnet 3,2 Millionen Euro versteigert –, erwies sich das Exemplar der Brüggemanns als Massenware. Der Kunstdruck war in einer derart hohen Auflage produziert worden, dass er praktisch den Wert eines gewöhnlichen Posters hatte. Diese schmerzhafte Erkenntnis führte zu einer drastischen Anpassung der Verkaufsvorstellungen. Aus den ursprünglich erhofften hohen Beträgen wurde eine Preisvorstellung von bescheidenen 50 Euro. Vater und Sohn mussten schweren Herzens akzeptieren, dass ihr vermeintlicher Kunstschatz nichts weiter als eine billige Reproduktion war. Die Enttäuschung stand beiden deutlich ins Gesicht geschrieben, als sie realisierten, dass ihre großen Träume vom schnellen Geld geplatzt waren.
Horst Lichter (64) blieb unnachgiebig und verweigerte den Brüggemanns das begehrte Händlerkärtchen. Seine Begründung war eindeutig: "Wir haben ein Problem, seid mir nicht böse, ich kann euch damit nicht zu den Händlern lassen", so Horst. Ein simples Poster, das man praktisch überall kaufen könne, erfülle nicht die Kriterien einer Rarität und habe somit nichts bei den professionellen Händlern Waldi und Kollegen zu suchen. Diese harte, aber konsequente Entscheidung bedeutete das vorzeitige Ende für die beiden Verkäufer. Mit leeren Händen und dem nutzlosen Poster im Gepäck mussten sie das Studio verlassen – eine bittere Erfahrung, die ihnen wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der Fall zeigt exemplarisch, dass bei der beliebten ZDF-Sendung nicht nur der Wert, sondern vor allem die Einzigartigkeit und Seltenheit der Objekte entscheidend ist. Vielleicht finden die beiden ja noch einen anderen Schatz in ihrem Keller.









