Skurrile Routine: Christian Bale schrie jeden Tag am Filmset
Christian Bale (52) hat wieder einmal sein Engagement für die Schauspielkunst unter Beweis gestellt. Für seine neue Rolle als Frankensteins Monster im Horror-Musical "The Bride! – Es lebe die Braut" musste der Oscar-Preisträger täglich sechs quälende Stunden in der Maske verbringen, während die Mitarbeiter ihm mit Prothesen, Schminke und Kunsthaar eine gruselige Verwandlung verpassten. Um der Verzweiflung dieser Prozedur entgegenzuwirken, entwickelte der Filmstar laut Entertainment Weekly eine ungewöhnliche Methode: Er begann, jeden Tag laut zu schreien.
"Ich habe jeden Tag wie verrückt geschrien. Nur um die Verzweiflung loszuwerden, all diese Zurückhaltung, die man an den Tag legen muss, wenn man so lange still sitzt. Ich wollte das nicht auf dem Weg zur Arbeit tun, weil ich dachte, ich könnte einen Unfall verursachen. Und ich wollte es nicht alleine tun, weil ich dachte, alle würden mich sonst für verrückt halten", erklärte er gegenüber Entertainment Weekly. Darum bat er die Make-up-Abteilung und die Haarstylisten, mitzumachen. Die Begeisterung für die befreiende Praxis verbreitete sich rasch am Set des von Maggie Gyllenhaal (48) inszenierten Films. Immer mehr Crewmitglieder schlossen sich dem Ritual an, bis sich schließlich eine kleine Tradition entwickelte: Vor Beginn der Dreharbeiten strömten zahlreiche Mitarbeiter zum Make-up-Trailer, um ihrem Frust oder schlichtweg ihrer Energie freien Lauf zu lassen.
Christian Bale ist bekannt dafür, dass er für seine Projekte das Äußerste gibt. Von drastischem Gewichtsverlust bis hin zu intensiven psychologischen Charakterstudien – der Schauspieler lebt seinen Beruf auf außergewöhnliche Weise. Im Thriller "American Psycho" verblüffte er durch seine exzentrische und polarisierende Darstellung. Seine Arbeitsweise sorgt immer wieder für Gesprächsstoff und teilt die Meinungen der Beteiligten, hat ihm jedoch auch großen Respekt in der Branche eingebracht. Seine neue Rolle als Frankensteins Monster stellt einmal mehr unter Beweis, wie weit er bereit ist zu gehen, um seine Figuren zum Leben zu erwecken – selbst wenn es sechs Stunden Make-up und Schreie bedarf.








