Vater hat Alzheimer – das veränderte Chris Hemsworths Leben
Chris Hemsworth (42) spricht in einem neuen Interview so offen wie selten über das, was ihn gerade wirklich bewegt: seinen Vater Craig, bei dem Alzheimer festgestellt wurde, und darüber, wie sehr ihn das im Alltag verändert. Gegenüber dem Guardian erklärt der Australier, er habe sein Tempo gedrosselt, denke bewusster nach und sei "wacher für die Zerbrechlichkeit der Dinge". Der 42-Jährige schildert, dass ihn der Gedanke umtreibt, sein Vater werde nicht ewig an seiner Seite sein. Gleichzeitig richtet sich sein Blick nach vorn: In wenigen Tagen kommt der Heist-Thriller "Crime 101" in die Kinos, in dem Chris an der Seite von Halle Berry (59), Mark Ruffalo (58), Barry Keoghan (33), Monica Barbaro (35), Corey Hawkins, Jennifer Jason Leigh (64) und Nick Nolte (84) zu sehen ist. Privat an seiner Seite: Ehefrau Elsa Pataky (49), mit der er drei Kinder hat, die, wie er sagt, gerade in ein neues Alter hineinwachsen.
Mehr Raum, weniger Rast – so beschreibt der Marvel-Star seinen aktuellen Kurs. "Mein Drang, immer weiter zu rennen, ist eingebremst", sagt er dem Guardian. Erfolg definiere er heute auch neu: Auszeichnungen und Rekorde seien nicht länger der Maßstab für seinen Selbstwert. Stattdessen gehe es darum, bewusster auszuwählen, mit Menschen zu arbeiten, die er bewundert – und auch loszulassen. In seiner National-Geographic-Doku "A Roadtrip to Remember", die im November erschien, zeigt Chris zudem intime Einblicke in die frühen Alzheimer-Phasen seines Vaters. "Es war ein Liebesbrief an meinen Vater", sagt er. Viele Gespräche drehten sich um Sport oder das Wetter – doch selten um die Angst, die wirklich da sei. Regisseur Bart Layton beschreibt Chris als nachdenklich und sensibel – weit entfernt vom Klischee des unerschütterlichen Actionhelden.
Rückhalt findet Chris seit Jahren in seiner Familie. Seine Kinder werden größer, die Nächte, in denen sie noch um den Platz im Elternbett stritten, sind seltener geworden – ein kleines, aber berührendes Bild für eine sich wandelnde Lebensphase. Wegbegleiterin bleibt Elsa, die als Partnerin in Interviews immer wieder als Ruhepol erwähnt wird. Über seinen Vater hat der Schauspieler schon früher mit vorsichtigen Worten gesprochen, etwa über erste Anzeichen, die die Familie irritierten, bevor die Diagnose feststand. Jetzt, da die Lage klar benannt ist, rückt das Zwischenmenschliche in den Vordergrund: gemeinsame Autofahrten, Gespräche, Musik, Gerüche, die Erinnerungen wachkitzeln – all die kleinen Anker, die Nähe schaffen, wenn Worte fehlen.







