Überraschend: Drake beendet jahrelange Fehde mit Kendrick
Drake (39) hat offenbar beschlossen, das Kriegsbeil mit Kendrick Lamar (38) zu begraben. Der kanadische Rapper lehnte laut einem Bericht der britischen Boulevardzeitung The Sun ein Angebot ab, beim diesjährigen Super Bowl gemeinsam mit dem Musiker Bad Bunny (31) aufzutreten. Nachdem Kendrick bei der Halbzeitshow des vergangenen Jahres den Diss-Track "Not Like Us" gegen Drake performte, schien die Rivalität der beiden Rapper auf ihrem Höhepunkt. Doch anstatt die Bühne zu nutzen, um zurückzuschlagen, wolle Drake Bad Bunny den glanzvollen Moment gönnen und durch nichts davon ablenken. "Er möchte, dass Bad Bunny den Moment genießt, sein Ding macht und dessen Augenblick nicht von Rachegerüchten gegenüber Kendrick überschattet wird", erklärte ein Insider dem Blatt.
US-Medien berichten, Drake habe befürchtet, ein gemeinsamer Auftritt mit Benito Antonio Martínez Ocasio, wie Bad Bunny mit bürgerlichem Namen heißt, könne als Versuch gewertet werden, Kendrick auszustechen – genau jene Schlagzeilen, die er vermeiden will. "Er sagte ab, weil alle sich auf seinen Bruder Benito konzentrieren sollen", zitiert The Sun den namentlich nicht näher benannten Insider. Bad Bunny, der kürzlich bei den Grammys den Preis für das Album des Jahres holte, wird damit als erster Künstler eine komplett spanischsprachige Halbzeitshow stemmen. Drakes Verzicht gilt als Signal der Deeskalation nach Jahren des öffentlichen Schlagabtauschs, der 2013 mit Kendricks Diss-Zeilen in "Control" an Fahrt aufnahm. Drakes Entscheidung kommt wenige Monate, nachdem eine US-Richterin Kendricks harte Zeilen als geschützte Meinungsäußerung einordnete und damit juristisch (vorerst) einen Schlussstrich unter den Rechtsstreit zog. Zwar prüft Drake laut Billboard die Möglichkeit einer Berufung, er möchte die Situation aber scheinbar nicht durch einen Super Bowl Auftritt zusätzlich verschärfen. Mit dem bewussten Rückzug von der Super-Bowl-Bühne sendet Drake nun offenbar das Signal, dass er das Kapitel musikalischer Sticheleien schließen will.
Zwischen beiden Rappern hatte es über die Jahre immer wieder Spitzen gegeben, auf die Drake mal ausweichend, mal standhaft reagierte. Er nannte Kendrick in Interviews wiederholt ein Genie, zugleich betonte er, sich nicht provozieren zu lassen. Musikalisch kreuzten sich ihre Wege selten direkt, doch die kulturelle Wucht ihrer Lager hielt die Spannung stets hoch. Drake arbeitete derweil produktiv weiter, unter anderem mit Bad Bunny, mit dem er schon 2018 den Hit "MIA" landete. Hinter den Kulissen pflegt der Kanadier enge Freundschaften in der Latin-Szene und gilt als akribischer Planer seiner Auftritte. Dass er nun freiwillig den Schritt zurückmacht und Benito die Bühne ganz überlässt, passt zu einem Künstler, der den Moment genau kalkuliert – und persönliche Rivalitäten nicht über den großen Auftritt eines Freundes stellt.









