Appell: Ashley James wurde an der Universität vergewaltigt
Ashley James hat einen erschütternden Appell veröffentlicht: Die "This Morning"-Korrespondentin berichtet erstmals, dass sie mit 21 Jahren an der Universität Nottingham von einem Freund vergewaltigt wurde. Auslöser für die Offenlegung ist ihr neues Buch "Bimbo", das am 12. Februar erscheint. In Gesprächen mit The Times und dem Mirror sowie in Auszügen aus dem Buch schildert die Reality-TV-Bekannte, dass der Übergriff nach einer Club-Nacht passierte, während sie bewusstlos war. Ashley, heute 38, verzichtet bewusst auf Anonymität. Sie hofft, die Debatte über Schuldzuweisungen an Opfer zu verändern und Betroffenen eine Stimme zu geben.
In "Bimbo" beschreibt die Autorin die Zeit danach als Leben in "Scham und Schweigen". Sie meldete die Tat nicht, weil der Täter ein Freund war und sie sich jahrelang selbst die Schuld gab. "Es war einer der schlimmsten Momente meines Lebens", heißt es in dem Kapitel "Silly Girl". Gegenüber dem Mirror erklärte Ashley: "Wir bringen Frauen bei, wie sie nicht vergewaltigt werden, statt Männer zu lehren, nicht zu vergewaltigen", so ihre scharfe Kritik an einer Kultur des Victim-Blaming. Inspiriert zu ihrem Schritt wurde sie von Gisèle Pelicot, die nach einem aufsehenerregenden Verfahren in Frankreich sagte: "Die Scham gehört nicht uns, sie gehört ihnen". Ashley fordert bessere Unterstützung im System, in dem sich Betroffene oft ebenso verurteilt fühlen wie die Angeklagten. Ihr Ziel: weg vom Bild des "Fremden im dunklen Hinterhof" hin zur Realität, dass Übergriffe meist im eigenen Umfeld passieren.
Privat lebt Ashley mit ihrem Partner Tommy Andrews und den Kindern Alfie und Ada. Seit sie Mutter ist, denkt sie nach eigenen Worten täglich an das Erlebte und setzt sich zugleich für die mentale Gesundheit von Müttern ein. In Interviews sprach die Moderatorin offen darüber, wie sehr Identitätsverlust nach der Geburt belasten kann, und wie wichtig Mitgefühl statt Stigma ist. Auch gesundheitliche Hürden nach Schwangerschaft und Geburt hat die Influencerin bereits öffentlich gemacht, um anderen Frauen das Gefühl zu nehmen, allein zu sein. Neben TV-Auftritten engagiert sich Ashley als Podcasterin und Autorin – und macht mit "Bimbo" klar, dass sie Etiketten abstreifen, Selbstvertrauen zurückerobern und das Gespräch über Konsens, Scham und Unterstützung neu ausrichten will.






