Schlagzeilen: Darum musste Gil Ofarim seine Kinder anlügen

Schlagzeilen: Darum musste Gil Ofarim seine Kinder anlügen

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Nach dem Davidstern-Skandal, seinem Geständnis vor Gericht und dem Sieg beim Dschungelcamp 2026 blickt Gil Ofarim (43) im Gespräch mit RTL-Moderatorin Frauke Ludowig (62) auf eine Phase tiefgreifender persönlicher Krisen zurück. Der Musiker thematisiert offen jene Fehleinschätzungen, die sein Leben und das seiner Familie im Jahr 2021 grundlegend veränderten. Der 43-Jährige zeigt sich reflektiert und räumt im Hinblick auf sein damaliges Verhalten unumwunden ein: "Man hätte das anders lösen können und das weiß ich." Diese erstmals in diesem Wortlaut geteilte Einsicht könnte einen Wendepunkt in der öffentlichen Aufarbeitung seines Falles markieren. Ist Gil bereit, in der Öffentlichkeit Verantwortung für das zu übernehmen, was sich damals im Westin-Hotel in Leipzig ereignete?

Insgesamt habe er damals unter einer starken psychischen Belastung gelitten, betont der Musiker – durch den öffentlichen Druck, das Scheitern seiner Ehe mit Verena Ofarim und den Tod seines Vaters. All dies mündete schließlich in eine schwere Suchtproblematik. Gil berichtet von Alkoholproblemen, die ihn letztlich dazu zwangen, professionelle psychologische Hilfe in einer Tagesklinik in Anspruch zu nehmen. Ein besonders prägender Moment ereignete sich in der Hochphase der öffentlichen Berichterstattung beim Spaziergang mit seinen Kindern: An einem Zeitungskiosk sah sein Sohn das Gesicht seines Papas auf zahlreichen Zeitschriften und freute sich, konnte aber nicht lesen, worum es ging. "Ich habe ihn angelogen", gesteht der Sänger heute über diesen Versuch, die Kinder vor der harten Realität zu schützen, indem er ihnen erzählte, es ginge in den Artikeln um seine Musik. Inzwischen sieht er die Situation jedoch klarer und bezeichnet seinen Nachwuchs als "die wahren Verlierer" der vergangenen Jahre.

Nach seinem Sieg als Dschungelkönig fokussiert sich Gil nun primär auf die Wiederherstellung einer stabilen familiären Routine. Vor seinem Aufenthalt in Australien und dem Klinikbesuch gab er seinen Kindern ein zentrales Versprechen: "Papa kommt zurück, und alles wird wieder gut." Dieses Ziel scheint er durch die erfolgreiche Therapie und die Rückkehr in einen geregelten Alltag zwischen Schulweg und Hausaufgaben am Küchentisch erreicht zu haben. Fernab von roten Teppichen und Reality-Formaten strebt der Musiker heute nach Normalität und signalisiert zudem eine generelle Bereitschaft zur Versöhnung mit anderen am Skandal Beteiligten. Die Priorität liegt für ihn nicht mehr auf neuen Schlagzeilen, sondern auf der langfristigen Sicherung seiner Abstinenz und der emotionalen Stabilität seiner Familie.

Gil Ofarim am Flughafen Frankfurt nach der Rückkehr der Dschungelcamp-Kandidaten, 11. Februar 2026
Imago
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Die Finalisten Samira Yavuz, Hubert Fella und Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026
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Dschungelkönig Gil mit den Moderatoren Jan Köppen und Sonja Zietlow
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Wie steht ihr dazu, dass Gil seine Kinder wegen der Artikel belogen hat?