

Nach heftigem Sturz: Senta Berger bekommt eigenes Kino-Event
Eine große Geste für eine große Schauspielerin: Senta Berger (84) soll trotz verpasster Filmpremiere doch noch ihren großen Kino-Moment bekommen. Mitte Januar stürzte die 84-Jährige bei Proben für eine Lesung in der Hamburger Laeiszhalle so schwer, dass sie sich einen komplizierten Oberschenkelbruch zuzog und aktuell in einer Rehaklinik in München neue Kraft sammelt. Weil sie dadurch die Weltpremiere des Kinofilms "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" am 28. Januar in München verpasste, plant ihr Sohn und Regisseur Simon Verhoeven (53) nun ein ganz persönliches Kino-Event nur für sie, wie er Bild verriet – mit vollem Saal, rotem Kinosessel und allem, was dazu gehört.
Während Simon im Rahmen der Berlinale bereits den Erfolg seines Films feierte, denkt der Regisseur längst weiter an seine berühmte Mutter. Gegenüber der Zeitung verriet er, dass "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" in der vergangenen Woche auf Platz eins der deutschen Kinocharts lag und bald die Marke von einer Million Zuschauer knacken könne. Der Stoff des Films sei anspruchsvoll, es gehe um den Verlust wichtiger Menschen, umso mehr freue ihn die warme Resonanz des Publikums. Senta, die beim Dreh noch "in einer körperlich sehr guten Verfassung" gewesen sei, habe den fertigen Film bisher allerdings noch nie im Kino gesehen. Sobald sie wieder fit ist, will ihr Sohn für sie ein Screening organisieren, "damit sie den Film in einem vollen Kinosaal sehen kann". Nach der mehrstündigen Operation an ihrem Oberschenkel sei die Familie erleichtert, dass sie nun auf dem Weg der Besserung sei, wie der Filmemacher betont.
Für Senta ist die besondere Kino-Überraschung ihres Sohnes auch ein emotionales Geschenk. Die Schauspielerin hatte sich zuletzt öffentlich für die vielen Genesungswünsche bedankt und deutlich gemacht, wie sehr sie die Reaktionen auf den Film berühren. Zwischen Mutter und Sohn besteht seit Jahren auch beruflich eine enge Verbindung, immer wieder standen sie gemeinsam vor oder hinter der Kamera. Privat wirkt Senta trotz des schweren Sturzes entschlossen, ihren Alltag wiederzuerobern, und findet in ihrer Familie Rückhalt. Dass Simon ihr nun den sonst üblichen Premierenzauber in intimer Form nach Hause beziehungsweise ins Kino bringen will, zeigt, welchen Stellenwert gemeinsame Erlebnisse für die beiden haben – gerade in einer Phase, in der Gesundheit und Nähe wichtiger sind als jeder rote Teppich.








