Ex-Prinz Andrew gönnte sich wohl diesen Luxus mit Steuergeld

Ex-Prinz Andrew gönnte sich wohl diesen Luxus mit Steuergeld

- Michelle Hinz
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Andrew Mountbatten-Windsor (66) sieht sich laut BBC nun mit weiteren schweren Vorwürfen konfrontiert. Ehemalige Beamte werfen ihm vor, während seiner Zeit als britischer Handelsgesandter zwischen 2001 und 2011 öffentliche Gelder für private Zwecke genutzt zu haben. Ein pensionierter Beamter berichtete dem Sender, er sei so verärgert über Andrews Forderung gewesen, Kosten für angebliche "Massage-Dienstleistungen" zu übernehmen, dass er sich zunächst geweigert habe, diese freizugeben. "Ich hielt das für falsch … Ich hatte gesagt, wir dürften das nicht bezahlen, aber am Ende haben wir es doch bezahlt", erklärte er. Wie BBC berichtet, hat das britische Ministerium für Wirtschaft und Handel die Vorwürfe nicht dementiert, verwies jedoch auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen gegen Andrew.

Neben den umstrittenen Massage-Kosten soll sich Andrew auch weitere luxuriöse Ausgaben über Steuergelder haben finanzieren lassen. Ein weiterer ehemaliger hochrangiger Beamter bestätigte gegenüber der BBC entsprechende Berichte und sprach von verschwenderischen Praktiken, darunter extrem teure Flüge und eine unverhältnismäßig hohe Zahl an Hotelzimmern für sein Gefolge. "Es war, als ob es kein echtes Geld wäre, sie gaben nichts von ihrem eigenen Geld aus", so der frühere Beamte. Eine andere Quelle erklärte zudem, Andrew habe als Handelsgesandter mitunter eher hinderlich als hilfreich gewirkt. Er habe sich häufig über Absprachen hinweggesetzt und sich unangemessen verhalten. "Er hielt sich für witzig, obwohl er dabei oft unhöflich zu den Leuten war", so der Insider.

Die negativen Schlagzeilen um den ehemaligen Prinzen reißen damit nicht ab. Andrew hatte bereits seine königlichen Titel verloren, nachdem er wegen seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) massiv in die Kritik geraten war. Kürzlich nahm die Thames Valley Police Andrew wegen des Verdachts auf Amtsfehlverhalten fest, eine Anklage wurde bislang jedoch nicht erhoben. Der 66-Jährige verbrachte daraufhin wohl mehr als elf Stunden auf einer Polizeistation in Norfolk, wo er ausführlich verhört wurde. Während Angehörige der Epstein-Opfer die Festnahme als wichtiges Signal werteten, soll Andrew der erneute Skandal kaum beschäftigt haben.

Prinz Andrew, März 2024
Getty Images
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Prinz Andrew und Prinz William, September 2025
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Andrew Mountbatten Windsor bei der Totenmesse für die Duchess of Kent in der Westminster Cathedral, September 2025
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