Kam Epstein etwa finanziell für Mette-Marits Lifestyle auf?

Kam Epstein etwa finanziell für Mette-Marits Lifestyle auf?

- Hannah Kändler
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Seit Ende Januar wurden neue Teile der sogenannten Epstein-Akten veröffentlicht, und seitdem steht die frühere Beziehung zwischen Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) und Jeffrey Epstein (†66) im Fokus norwegischer Medien. Die Zeitung Verdens Gang berichtet, dass während ihres Aufenthalts in Epsteins New Yorker Villa im Jahr 2013 mehrere Dienstleistungen für die Kronprinzessin organisiert worden sein sollen – darunter ein Fahrdienst, ein Friseurtermin sowie ein Zahnarztbesuch. Aus den veröffentlichten Dokumenten geht außerdem hervor, dass Epstein am 27. März 2013 eine Summe von 3.950 Dollar an das exklusive Kaufhaus Bergdorf Goodman überwies. Die zentrale Frage, die der norwegische Hof bislang unbeantwortet lässt: Wer hat für diese Leistungen bezahlt, und hat Mette-Marit möglicherweise Sachwerte von Epstein erhalten?

Auf entsprechende Nachfragen der Zeitung Verdens Gang reagierte der Palast ausweichend. Kommunikationschefin Guri Varpe erklärte lediglich, die Kronprinzessin möchte selbst über die Geschehnisse berichten und sich ausführlicher dazu äußern. In der Zwischenzeit wolle man keine Fragen zu Details beantworten. Wann eine solche Stellungnahme erfolgen soll, ist nicht bekannt. Zu dem Zahnarztbesuch präzisierte die Hofsprecherin immerhin, dass Epstein einen Zahnarzt empfohlen habe, eine Zahnaufhellung aber nicht Teil der Behandlung gewesen sei. Auch sein langjähriger Friseur Philippe Barr soll während des Aufenthalts im Einsatz gewesen sein. Ob die Kronprinzessin im Zusammenhang mit der Überweisung an Bergdorf Goodman Waren erhielt, bleibt ebenfalls ungeklärt, so Bunte.

Anfang Februar hatte sich Mette-Marit in einer schriftlichen Erklärung erstmals öffentlich zu ihrer Verbindung mit Epstein geäußert und um Entschuldigung gebeten. Die Kronprinzessin betonte damals, die Situation zutiefst zu bedauern, und bat um Zeit. Juristisch sehen Experten bislang wenig Grundlage für Ermittlungen. Der Osloer Rechtsprofessor Jo Martin Stigen erklärte gegenüber Verdens Gang, nichts von dem, was bisher bekannt geworden sei, deute darauf hin, dass sie etwas Strafbares begangen habe. Auch sein Kollege Eivind Smith teilt diese Einschätzung und betont, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Kronprinzessin im Gegenzug für mögliche Vorteile Gegenleistungen angeboten habe.

Kronprinzessin Mette-Marit
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit
Jeffrey Epstein in New York, 2015
Imago
Jeffrey Epstein in New York, 2015
Kronprinzessin Mette-Marit im Oktober 2019
IMAGO / Metodi Popow
Kronprinzessin Mette-Marit im Oktober 2019
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