Prozess: Steht Marius Borg Høiby vor dem finanziellen Ruin?
Marius Borg Høiby (29) muss sich bereits seit mehreren Wochen vor Gericht verantworten. Dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) werden unter anderem mutmaßliche Übergriffe gegen vier Frauen vorgeworfen. Doch während der Prozess in Oslo läuft, rückt ein weiteres Thema in den Fokus: Die finanzielle Situation des Angeklagten scheint prekär zu sein. "Ich hatte 13 Kronen auf meinem Konto", sagte Marius laut Bild am Donnerstagmorgen vor Gericht, als er erklären sollte, warum er bei einer Party nicht für Alkohol bezahlen konnte. Umgerechnet entspricht dieser Betrag gerade einmal etwa einem Euro – eine überraschende Aussage für jemanden, der bisher einen luxuriösen Lebensstil pflegte.
Jonas Jørstad, leitender Redakteur der norwegischen Zeitschrift Se og Hør, bestätigte gegenüber dem Blatt, dass Marius' finanzielle Lage schon länger angespannt sei. Seine Steuerunterlagen für 2024 würden lediglich ein Einkommen von umgerechnet rund 4.275 Euro ausweisen. In polizeilichen Vernehmungen habe Marius angegeben, monatlich etwa 1.778 Euro von seiner Mutter und seinem Stiefvater Kronprinz Haakon zu erhalten. Eine Zeugin berichtete zudem, dass er im Besitz einer Kreditkarte des Kronprinzen gewesen sein soll. Als Marius kürzlich versuchte, die Veröffentlichung eines Enthüllungsbuches über ihn zu verhindern, sprang seine Großmutter Marit Tjessem ein und beglich die Prozesskosten von umgerechnet 45.000 Euro. Bei einem Schuldspruch droht Marius nun zusätzlicher finanzieller Ärger: Mehrere der mutmaßlichen Opfer fordern Schmerzensgeld, wobei der Anspruch bei einer Vergewaltigung nach norwegischem Recht bei rund 22.200 Euro liegt.
Am zehnten Verhandlungstag wurde im Osloer Gericht ein mit Spannung erwarteter Moment vertagt. Marius hätte eigentlich erneut im Zeugenstand zu den schweren Vorwürfen Stellung nehmen sollen. Doch kurz vor seiner geplanten Aussage stellte sein Verteidiger einen Antrag auf Verschiebung. "Er war viel unterwegs und ist aktuell dazu nicht in der Lage", zitierte Focus online den Anwalt. Zuvor hatte das mutmaßliche vierte Opfer im Zeugenstand ausgesagt. Die Frau berichtete laut der Zeitung Verdens Gang: "Ich bin mehrfach davon aufgewacht, dass er seine Finger in mir hatte." Sie beschrieb das Verhalten des Angeklagten als "besessen". Laut Aussage der Frau sollen von der fraglichen Nacht und dem frühen Morgen 27 Videos auf dem Handy von Marius gespeichert gewesen sein. Der Prozess soll noch bis Mitte März andauern, während der Sohn der Kronprinzessin seit Prozessbeginn in Untersuchungshaft sitzt.







