Marius Borg Høiby wird verlegt: Gefängnis wird abgerissen
Marius Borg Høiby (29) sitzt weiterhin in Untersuchungshaft – doch sein aktueller Aufenthaltsort wird bald dem Erdboden gleichgemacht. Das Osloer Gefängnis, in dem der umstrittene Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen derzeit einsitzt, schließt Mitte Juni seine Tore. Das Gebäude gilt als veraltet und entspricht nicht mehr den modernen Standards für Haftanstalten. Alle 243 Häftlinge müssen laut Bild deshalb in andere Einrichtungen verlegt werden – und damit auch Marius, der zuletzt vergeblich versucht hatte, aus der U-Haft entlassen zu werden. Sein Antrag auf eine Fußfessel wurde nun schon drei Mal abgewiesen.
Als mögliche neue Unterkünfte stehen zwei Anstalten zur Diskussion: die Haftanstalt im rund 130 Kilometer entfernten Ilseng sowie jene in Romerike, das nur etwa 40 Kilometer von Oslo entfernt liegt. Wann genau Marius verlegt wird und wohin es ihn verschlägt, ist bislang nicht bekannt. Parallel dazu wartet er auf sein Urteil, das am 15. Juni verkündet werden soll. Im Prozess wurden ihm rund 40 Straftaten vorgeworfen, darunter mehrfache sexuelle Nötigung, häusliche Gewalt, Körperverletzung sowie Drogentransport und der Verstoß gegen ein Kontaktverbot. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten, seine Verteidigung plädierte hingegen in den meisten Punkten auf Freispruch und hielt 18 Monate für ausreichend.
Das Gefängnis, das die Osloer im Volksmund "Bayer'n" nennen – benannt nach einer Bierbrauerei, die dort einst stand –, existiert bereits seit 1934 und war jahrzehntelang eine der wichtigsten Haftanstalten des Landes. Neben Zellen beherbergte es auch Werkstätten und Schulräume. Im Jahr 2022 fiel jedoch die Entscheidung zum Abriss. Bis 2031 soll an selber Stelle ein modernes Hochsicherheitsgebäude mit Platz für 140 Häftlinge entstehen.










