Ermittlungen: Liegen auf Jeffrey Epsteins Ranch Leichen?
Jahrelang konzentrierten sich die Ermittlungen rund um den verstorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein (†66) vor allem auf seine berüchtigte Insel und seinen Privatjet. Doch nun rückt ein anderes Anwesen des Sexualstraftäters in den Fokus: seine Zorro Ranch in New Mexico. Laut der New York Times hat eine Wahrheitskommission des Bundesstaates ihre Arbeit aufgenommen, um mögliche Verbrechen auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Anwesen zu untersuchen. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein anonymer Hinweis aus dem Jahr 2019, wonach Jeffrey auf seinem Grundstück die Leichen von zwei missbrauchten Mädchen in den umliegenden Hügeln habe vergraben lassen.
Jeffrey hatte die Ranch 1993 von der Familie des ehemaligen Gouverneurs von New Mexico, Bruce King, erworben. Der Bundesstaat soll ihn laut der New York Times besonders wegen seiner Abgeschiedenheit und der damals laschen Gesetze für Sexualstraftäter angelockt haben. Die Ranch wurde zwar bereits 2019, dem Todesjahr des Unternehmers, durchsucht, doch es bleibt unklar, ob der anonyme Tipp damals konkret verfolgt wurde. Jetzt fordert Andrea Romero, die die Wahrheitskommission leitet, Aufklärung: "Wir müssen herausfinden, wie er ohne jede Rechenschaftspflicht agieren konnte. Wir müssen verstehen, was dies möglich gemacht hat", sagte sie gegenüber der New York Times.
Die Ermittlungen stehen allerdings vor einem Problem: Das Anwesen hat inzwischen einen neuen Besitzer. Der frühere Senator aus Texas, Don Huffines, erwarb die Ranch und hat laut Medienberichten seine Kooperationsbereitschaft mit den Strafverfolgungsbehörden betont. Allerdings habe sich bisher noch niemand bei ihm gemeldet, um Zugang zu dem Grundstück zu erhalten. Beobachter befürchten nun, dass wichtige Spuren bereits verloren gegangen sein könnten und die Verbrechen, die möglicherweise auf dem Gelände stattfanden, nie vollständig aufgeklärt werden können.






