"Bridgerton"-Figurentod hat besondere Folgen für Storyline
In der vierten Bridgerton-Staffel rückt Francesca Bridgerton ins Zentrum – und erlebt den wohl dramatischsten Moment ihrer bisherigen Reise. Die Figur, seit der dritten Staffel von Hannah Dodd (30) gespielt, heiratete John Stirling, den Earl of Kilmartin, dargestellt von Victor Alli. Doch im zweiten Teil der insgesamt acht neuen Folgen ereignet sich eine Tragödie: John stirbt völlig überraschend. Francesca, nun kinderlose Witwe, versinkt in Trauer und zieht sich zurück. Ausgerechnet jetzt tritt Johns Cousine Michaela Stirling, verkörpert von Masali Baduza, wieder in ihr Leben. Der plötzliche Figurentod setzt damit eine überraschende Entwicklung in Gang, die für die Netflix-Serie weitreichend ist.
Die Romanvorlage von Julia Quinn legt die Spur bereits: Im sechsten Band "When He Was Wicked" verliebt sich Francesca in Johns Cousin Michael Stirling – in der Serie wurde die Figur zur Cousine Michaela umfunktioniert. Damit deutet sich die erste zentrale queere Liebesgeschichte des "Bridgerton"-Kosmos an. Hannah betont im Interview mit Variety, wie bedeutend das ist: "Wir sind vorrangig wirklich, wirklich aufgeregt und sehr stolz, diese Geschichte erzählen zu dürfen." Besonders sei, dass diese Lovestory keine Randnotiz bleibt, sondern zum Herz der Handlung wird. Dass es bisher keine Küsse oder Geständnisse gab, führt die Schauspielerin auf Francescas inneres Ringen zurück: "Es gibt eine Reaktion von Francesca, wenn sie mit Michaela zusammen ist, aber ich glaube nicht, dass sie weiß, was das ist – noch nicht", erklärte sie gegenüber dem Blatt. Michaela wiederum halte ihre Gefühle bislang zurück. Zwischen den beiden hat sich Spannung aufgebaut, die erst als Freundschaft begann und nun tiefer wird.
Auch jenseits dieses Handlungsbogens verändern sich in der Serie Rollenbilder und Beziehungen. Neben Francesca rücken in Staffel vier zudem Sophie und Benedict in den Fokus. Gleichzeitig sorgt der Klatsch um Lady Whistledown weiterhin für Gesprächsstoff: Nachdem Penelope ihre Feder niedergelegt hatte, tauchte im Finale eine neue Ausgabe des Blattes auf – mit einer neuen Lady Whistledown. Showrunnerin Jess Brownell hatte bereits angedeutet, dass die neue Stimme genau weiß, was sie tut und die einflussreiche Bridgerton-Familie nicht scheut. In diesem Spannungsfeld aus Prunk, Gefühl und Wandel findet auch Francescas Weg mit Michaela statt – getragen von Nähe, Vertrauen und leisen Blicken, die mehr sagen als Worte.






