

"Bares für Rares": 20.000 Euro Vase zu Scherben zerbrochen
Ralf Dadischeck aus Hilst erlebte bei Bares für Rares einen Albtraum, der jeden Sammler erschaudern lässt. Seine wertvolle Vase aus Meissner Porzellan, verziert von Rokoko-Maler Antoine Watteau, ging bereits auf dem Weg zur ZDF-Show zu Bruch. Mehrere Blumen aus der üppigen Verzierung waren abgebrochen, was Moderator Horst Lichter (64) sofort als "Drama" bezeichnete. Auch Experte Colmar Schulze-Golz zeigte sich sichtlich betroffen von dem Missgeschick, das Ralf bei der Anreise passiert war. Ohne die Beschädigungen hätte die edle Rarität aus Meissner Porzellan durchaus bis zu 20.000 Euro wert sein können – genau die Summe, die sich der Verkäufer auch erhofft hatte.
Doch die Realität sah deutlich ernüchternder aus. Colmar erklärte, dass eine Restaurierung der abgebrochenen Blumen äußerst schwierig und kostspielig werden würde. Dies wirke sich massiv auf den Schätzpreis aus, so der Sachverständige. Statt der erhofften 20.000 Euro seien in dem beschädigten Zustand nur noch 6.000 bis 7.000 Euro realistisch. Etwas zerknirscht nahm Ralf dennoch die Händlerkarte entgegen und wagte sich in den Händlerraum, wo seine Hoffnung auf ein Wunder schnell enttäuscht wurde.
Wolfgang Pauritsch (54) eröffnete die Verhandlungen mit einem Gebot von nur 500 Euro, was bei Ralf für wenig Begeisterung sorgte. Letztlich einigte sich der Verkäufer mit Susanne Steiger auf einen Verkaufspreis von 5.500 Euro. Zwar ist das an sich eine beachtliche Summe, doch für Ralf blieb die Enttäuschung groß. Der Markt für Meissner Porzellan ist zwar bei Tellern und Tassen eingebrochen, doch Figuren und Vasen gelten weiterhin als wertvoll – das edle Material wurde einst als weißes Gold gehandelt und von vielen als Wertanlage gehortet. Wäre die Vase unbeschädigt geblieben, hätte Ralf tatsächlich ein kleines Vermögen erzielen können.





