

Preisschock: Paar enttäuscht bei "Bares für Rares"
Grace und Kalle Bräse aus Bad Kreuznach haben bei Bares für Rares im ZDF eine herbe Enttäuschung erlebt. Das Ehepaar brachte eine Acrylresin-Skulptur mit dem Titel "Counterpoint" des amerikanischen Künstlers Frederick Hart zur Sendung, die von Moderator Horst Lichter (64) präsentiert wird. Die limitierte Auflage, Nummer 300 von 350, hatten sie bereits 1997 direkt vom Künstler für 6.000 US-Dollar erworben. Nach dem Tod des Künstlers 1999 hofften Grace und Kalle nun auf einen deutlich gestiegenen Wert und wollten die Skulptur für 18.000 Euro verkaufen. Doch Experte Colmar Schulte-Goltz (52) machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Der Kunstexperte erklärte zwar die Faszination des Werks, das durch seine Anmutung an Eis oder Kristall beeindruckt und zwei idealtypische, sinnliche weibliche Figuren darstellt. Auch lobte er die innovative Acrylresin-Technik, für die Hart sogar ein Patent besaß und die die Skulptur durch das Lichtspiel besonders dreidimensional wirken lässt. Seine Schätzung fiel jedoch ernüchternd aus: Colmar taxierte das Kunstwerk lediglich auf 2.200 bis 2.500 Euro. Er dämpfte die Erwartungen der Verkäufer mit dem Hinweis, dass Preisspitzen nur kurz nach dem Ableben eines Künstlers zu beobachten seien und auf dem europäischen Markt kaum zu erzielen wären. Von der drastisch niedrigeren Schätzung enttäuscht, entschieden sich Grace und Kalle gegen einen Verkauf im Händlerraum.
Das Paar will die Skulptur nun lieber wieder mit nach Hause nehmen, um sie entweder ihren Kindern zu vererben oder eines Tages doch noch auf dem amerikanischen Markt zu einem höheren Preis anzubieten. Frederick Hart gilt als bedeutender Künstler und ist unter anderem bekannt für das Vietnam Memorial in Washington. Die Sendung "Bares für Rares" läuft seit Jahren erfolgreich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und präsentiert regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten mit spannenden Herkunftsgeschichten.








