

Bei "Bares für Rares": Bemalte Pappe bringt Rekordsumme ein
Carolin Kantlehner und Kolja Schütz aus Frankfurt am Main haben ein ungewöhnliches Gemälde in die ZDF-Show Bares für Rares gebracht, das zunächst für große Verwunderung bei Moderator Horst Lichter (64) sorgte. Das Kunstwerk, das die Verkäuferin 2008 in einer Frankfurter Galerie für 800 oder 1200 Euro erworben hatte, zeigt ein Manga-artiges Mädchen im Kawaii-Stil – gemalt auf Karton von der japanischen Künstlerin Ayako Rokkaku. "Mir hat das Bild sofort gefallen und dann habe ich es gekauft", erklärte Carolin. Horst zeigte sich jedoch irritiert über den vermeintlich schlechten Zustand des Werks. "Oben ist ja die Pappe nur abgerissen", stellte er fest und ging davon aus, dass das Bild beschädigt sei.
Doch Expertin Dr. Bianca Berding konnte den Moderator schnell aufklären. "Das ist extra. Ansonsten ist der Zustand tipptopp, 1A", machte die Kunsthistorikerin klar. Sie ordnete das Werk der Fluxus-Bewegung zu, die sich in den 1960er-Jahren gegen Kunstkonventionen richtete und "ganz normale, banale Alltagsmaterialien zur Kunst" erhob. "Das ist was Gutes, auch wenn es nur Karton ist", betonte Bianca. Die Künstlerin Ayako Rokkaku sei Autodidaktin ohne Kunstschulausbildung und habe zunächst als reines Hobby gemalt, sei aber bis heute unglaublich erfolgreich damit. Die Expertin schätzte das Gemälde auf 15.000 bis 18.000 Euro.
Erst vor Kurzem hatte eine ganz ähnliche Szene bei "Bares für Rares" für staunende Gesichter gesorgt: Gerlinde Dietrich und ihr Enkel Moritz Tauchmann brachten eine alte Leuchtreklame des TV-Magazins "Funk Uhr" mit in die Show. Eigentlich hatten die beiden auf dem Trödelmarkt gerade einmal 100 Euro als Wunschpreis im Kopf. Doch im Händlerraum lieferten sich Waldi und Jos ein hitziges Bieterduell, das am Ende mit einem Hammerpreis von 300 Euro für das unscheinbare Schild endete.





