

"Bares für Rares" ermöglicht Verkäufern Geschenk für Sohn
Fienchen und Nik aus Berlin sorgen bei Bares für Rares für einen echten Familienmoment: Sie bringen ein Ölgemälde mit, das jahrelang in ihrer Altbauwohnung hing. Es handelt sich um den "Blick vom Wallberg auf den Tegernsee" des Malers Otto Pippel, ein Geschenk zu Fienchens 18. Geburtstag und seit Langem im Besitz ihrer Familie. Mit Moderator Horst Lichter (64) an ihrer Seite verraten die beiden, dass sie das Bild nun verkaufen wollen – nicht für Luxus, sondern für einen ganz besonderen Wunsch ihres Sohnes: ein großes Lego-Set, für das sie nur 369,99 Euro einnehmen müssten.
Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz (52) erkennt sofort die markante Handschrift des renommierten Landschaftsmalers, der ab 1909 in Planegg lebte und vor allem in den 1930er-Jahren zahlreiche stimmungsvolle Naturmotive schuf. Trotz kleiner Versäumnisse bei der Pflege befindet sich das Gemälde laut dem Experten in einem guten Zustand. Seine Expertise fällt deutlich höher aus als der Wunschpreis der Eltern: Er setzt den Wert des Bildes auf 1.200 bis 1.500 Euro an – mit Luft nach oben. Im Händlerraum entwickelt sich daraufhin ein spannender Schlagabtausch: Händler Roman Runkel eröffnet mit 500 Euro, Kollege Jos van Katwijk steigt sofort mit ein, und die Summe klettert rasch in den vierstelligen Bereich. Am Ende bleibt Roman mit einem Gebot von 1.050 Euro vorn und sichert sich den "Blick vom Wallberg".
Dass es bei "Bares für Rares" immer wieder zu Preisüberraschungen kommt, zeigte erst vor Kurzem ein anderer Fall: Gerlinde Dietrich aus Pfungstadt und ihr Enkel Moritz Tauchmann begeisterten mit einer alten Leuchtreklame des TV-Magazins "Funk Uhr". Die beiden hatten das auffällige Plexiglasschild mit Neonröhre und integrierter – wenn auch defekter – Uhr eigentlich nur für 100 Euro eingekauft und hofften darauf, diesen Betrag in der ZDF-Show zurückzubekommen. Experte Sven Deutschmanek (49) schätzte den Wert sogar nur auf 60 bis 100 Euro. Was dann im Händlerraum passierte, übertraf jedoch alle Erwartungen der Familie. Trotz der Mängel ließen sich besonders Walter Lehnertz (59) und Jos van Katwijk nicht von der Reklame abbringen. Zwischen den Händlern entbrannte ein wahres Bieterduell. Die Stimmung heizte sich immer mehr auf, bis Waldi schließlich mit einem satten Gebot von 300 Euro den Zuschlag erhielt.





