"Entertainerin": Isi Glück verteidigt Ballermann-Karriere
Isabel Glück sitzt in der DSDS-Jury 2026 – neben Dieter Bohlen (72) und Bushido (47). Eine Kombination, die auf den ersten Blick überrascht. Doch die Sängerin hat sich diesen Platz durch eine Eigenschaft erarbeitet, die im Musikbusiness selten geworden ist: schonungslose Selbstreflexion. Ohne jede Eitelkeit macht sie klar, dass sie nie zu einer klassischen Gesangsshow angetreten wäre – weil sie ihre eigenen Grenzen besser kennt als irgendjemand sonst. Früh hat sie begriffen, was sie ausmacht und was nicht. Und genau das macht ihr Urteil in der Jury glaubwürdig. "Ich weiß, dass ich nicht die stärkste Sängerin bin. Deswegen bin ich auch niemals zu DSDS gegangen. Dort wäre ich niemals in die zweite Runde gekommen", sagt sie im Interview mit Bild.
Dabei nimmt Isabel ihre eigene Musikrichtung, die sie regelmäßig im "Megapark" auf Mallorca performt, selbstbewusst in Schutz und erklärt das Erfolgsrezept von Ballermann-Musik. "Die Ballermann-Songs sind natürlich weder textlich noch musikalisch besonders anspruchsvoll. Aber es geht halt genau darum, dass der Text so einfach ist, dass du ihn dir eben schnell merken und mitsingen kannst", sagt sie. Man müsse das Publikum animieren und gemeinsam eine gute Party feiern. "Das ist kein Gesangswettbewerb. Das ist Energiemanagement. Ich ziehe mir ein lustiges Kostüm oder eine Perücke an und los geht's", beschreibt die Sängerin ihre Arbeit. Professionalität sei für sie dabei nicht verhandelbar: "Wenn ich sage, ich bin um 11 Uhr da, bin ich um 11 da, Punkt. Das erwarte ich auch von jeder Person, die mit Musik erfolgreich werden möchte."
In der Dreierkonstellation mit Dieter und Bushido will Isi bei DSDS eine Rolle ausfüllen, die weit über das bloße Mildern harter Urteile hinausgeht. Dabei verliert sie nie den Menschen hinter dem Auftritt aus dem Blick. Kandidatinnen und Kandidaten sollen die Jury mit etwas verlassen, das trägt – auch nach einem schwierigen Feedback. "Ich möchte niemanden unnötig brechen", erklärt sie ihr Vorgehen als eine ausgewogene Mischung aus Herz und Verstand. Und was macht für sie den perfekten DSDS-Auftritt aus? "Ich glaube, das fängt schon an, wenn jemand in den Raum hereinkommt und eine gewisse Ausstrahlung mitbringt, die man einfach nicht lernen kann. Aura. Präsenz. Haltung. Eine Person muss mich berühren und unterhalten." Dabei weiß die frühere Schönheitskönigin, wie schwierig der Weg zum Erfolg ist und dass man bei DSDS schnell Aufmerksamkeit kriegt. "Wenn sie weg ist, muss man danach auch erst mal damit klarkommen", warnt sie.











