Nicola Coughlan erinnert sich an peinlichen "Bridgerton"-Fan
Es war eine dieser Situationen, die man am liebsten schnell vergessen würde. Nicola Coughlan (39) befand sich auf einer Toilette, als eine angetrunkene Frau auf sie zukam – ein Bridgerton-Fan, der der Schauspielerin ungefragt erklärte, wie viel ihr Nicolas Körper in der Serie bedeute, und diesen Körper prompt öffentlich zu kommentieren begann. "Ich wollte sterben. Ich hasse das so sehr", schilderte Nicola die Begegnung gegenüber ELLE. Was den Vorfall für sie so bezeichnend machte, war nicht die Trunkenheit der Fremden, sondern das dahinterliegende Muster.
Nicola erklärte, wie sehr sie solche Situationen belasten. "Es ist wirklich schwer, wenn man monatelang an etwas arbeitet, seine Familie nicht sieht, sich wirklich engagiert und es dann nur darauf ankommt, wie man aussieht", sagte sie der ELLE. "Das ist so verdammt langweilig." Gerade die Reaktionen rund um "Bridgerton" hätten sie oft irritiert. "Das wirklich Seltsame war, dass ich während der Dreharbeiten zu dieser Serie viel Sport getrieben habe, weil ich wusste, dass ich das musste, und dadurch eine Menge Gewicht verloren habe", berichtete sie. Sie habe in dieser Zeit eine durchschnittliche Kleidergröße getragen – und trotzdem hätten manche sie als plus size eingeordnet. "Und ich dachte mir: Wie beschissen ist das denn, dass ich die dickste Frau bin, die ihr auf dem Bildschirm sehen wollt?", so Nicola. Ihr Anliegen: Nicht das Äußere sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Arbeit, die sie und ihr Team in die Serie stecken.
Körper-Debatten interessieren Nicola schlicht nicht, weder als Aktivistin noch als Sprachrohr. "Ich habe absolut kein Interesse an Body Positivity. Als ich als Kind aufgewachsen bin, habe ich nie über so etwas nachgedacht. Mir ist das schlicht egal", gestand die Schauspielerin. Das klingt provokant, ist aber konsequent: Nicola weigert sich, in eine Schublade gesteckt zu werden, die ihr jemand anderes gebaut hat. Statt über Körper zu reden, engagiert sie sich für Themen, die ihr tatsächlich am Herzen liegen. Als der Oberste Gerichtshof Großbritanniens eine umstrittene Entscheidung zur rechtlichen Definition von "Frau" traf, startete sie kurzerhand eine Spendenaktion für die Trans-Organisation "Not A Phase" und verdoppelte persönlich jeden eingehenden Betrag bis zu umgerechnet 11.500 Euro. Für den Palästina Children's Relief Fund mobilisierte sie 1,7 Millionen Euro – auch dank Unterstützung von Ariana Grande (32) und Sabrina Carpenter (26). Ihr Selbstverständnis ist dabei klar: "Ich bin keine Politikerin, aber ich kann humanitäre Spendenaktionen starten."









