"Ohne Maulkorb": So würde Fler "Ja" zu DSDS-Jury-Sitz sagen

"Ohne Maulkorb": So würde Fler "Ja" zu DSDS-Jury-Sitz sagen

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min

Fler (43) bringt Bewegung in die Debatte um die aktuelle Jury der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS). In der neuen Folge seines Podcasts "Podcast ohne Grund" sprach der Berliner Rapper mit dem Hip-Hop-Journalisten Rooz über einen möglichen Jury-Sitz an der Seite von Poptitan Dieter Bohlen (71). Auf die Frage, ob er für eine Million Euro einsteigen würde, antwortete der "Papa ist zurück"-Interpret: "Ja, natürlich würde ich das für eine Million Euro machen – warum nicht?" Er schob nach: "Aber nur unter einer ganz klaren Bedingung: Ich lasse mir keinen Maulkorb verpassen." Der Zeitpunkt ist brisant: Während sein Rap-Kollege Bushido (47) bereits für die kommende Staffel neben Dieter und Isabel Glück in der Jury sitzt, packte Sido (45) aus, dass er den Juryposten trotz einer Millionengage abgelehnt habe.

Konkreter wurde Fler im Gespräch, als es um seine Rolle vor der Kamera ging. Er machte klar, dass er offen für eine Zusage wäre – jedoch niemals als glattgebügelte TV-Version seiner selbst. "Wenn ich da sitze, dann sage ich, was ich denke. Für eine Million Euro komme ich – aber nur als Fler. Nicht als Fernsehfigur", lautete seine Botschaft. "Hip-Hop lebt davon, dass man aneckt", stellte der Rapper, der mit Bonez MC (40) seit Monaten im Clinch liegt, klar und kritisierte eine vermeintliche Verwässerung in anderen Shows. Für ihn fehlt in der TV-Landschaft oft genau dieser unberechenbare Moment. "Es gibt eine Handvoll Rapper in Deutschland, die kannst du vor die Kamera setzen, die sind multitalentiert. Gibt es nicht viele so wie mich", resümierte Fler. Den möglichen Gegenwind nimmt er in Kauf: "Endlich mal darauf scheißen, ob es Backlash gibt."

Fler, der um 2002 eng mit Bushido zusammenarbeitete, hatte sich bereits früher im Rahmen seines eigenen Podcasts kritisch über fehlende Hip-Hop-Haltung in der medialen Welt geäußert. Persönlich positioniert sich der polarisierende Rapper, der seinen Durchbruch 2005 mit seinem Debütalbum "Neue Deutsche Welle" und der Hitsingle "NDW 2005" erreichte, seit Jahren als jemand, der auf Augenhöhe diskutieren will und die direkte Konfrontation nicht scheut. Auch der Ex-Mann von Charlotte Würdig (47), Sido, den viele bis heute aufgrund seines ehemals aggressiven Musikstils als Schlüsselfigur des mittlerweile aufgelösten Labels Aggro Berlin in Erinnerung haben, ist dafür bekannt, stets klare Kante zu zeigen. Im Umfeld der beiden Berliner gilt das als wiederkehrendes Muster: wenig Smalltalk und viel Selbstverständnis für die eigene Rolle im Rap-Kosmos. Für Fans ist genau das der Reiz.

Fler, Musiker
Instagram / fler
Fler, Musiker
Die DSDS-Jury Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido
RTL / Stefan Gregorowius
Die DSDS-Jury Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido
Sido, Rapper
Frederic Kern / Future Image / ActionPress
Sido, Rapper
Würdet ihr es feiern, wenn der Rapper Fler in der "DSDS"-Jury sitzen würde?
6
20