Knie wie "Pudding": Das bringt Shirin David an ihre Grenzen
Shirin David (30), die auf viele Fans einen sehr in sich ruhenden Eindruck macht, kämpft trotz ihrer beeindruckenden Karriere mit massivem Lampenfieber. In der Netflix-Dokumentation "Barbara – Becoming Shirin David", die am 13. März erscheint, zeigt sich die Rapperin von einer Seite, die ihre Fans so noch nicht kannten. Sie offenbart ihr "innerstes Ich". Bei Bühnenproben mache sich extreme Nervosität breit: "Es ist so, als wären meine Knie Pudding", gesteht die "Lieben wir"-Interpretin in dem Film laut bz-berlin. Die erfolgreiche Künstlerin, die sieben Nummer-eins-Hits feiern konnte und bei rund 6,5 Millionen Instagram-Followern sowie 2,4 Millionen monatlichen Spotify-Hörern eigentlich allen Grund zum Selbstbewusstsein hätte, verzweifelt über jeden kleinen Fehler auf der Bühne.
Die Doku von Regisseur Michael Schmitt, die nun nach anfänglichen Schwierigkeiten bald anläuft, gibt auf 90 Minuten Einblicke in das zerrissene Leben der gebürtigen Hamburgerin, die heute in Berlin lebt. Immer wieder sieht man Shirin weinend vor Schminkspiegeln sitzen, weil sie überzeugt ist, etwas "verkackt" zu haben: "Der Preis für dieses öffentliche Leben ist, dass du keinen Raum dafür hast, unperfekt zu sein." Ihr Manager Taban Jafari versucht sie zu beruhigen und erklärt ihr, dass niemand im Publikum ihre kleinen Fehler bemerke. Er fordert sie auf, einfach Spaß auf der Bühne zu haben – doch die Rapperin kann seinen Rat oft genug nicht umsetzen, wie tagesspiegel zusammenfasst. Denn ein Schlüsselerlebnis prägt die The Voice of Germany-Jurorin bis heute: Als sie einmal ungeschminkt in einer Hotel-Lobby fotografiert wurde und anschließend ein gehässiger Artikel erschien, habe sie das gebrochen, wie sie in der Dokumentation erzählt.
Für die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Barbara Shirin Davidavicius heißt, gibt es keine Trennung mehr zwischen öffentlicher Person und privatem Ich. Die Balance zwischen Karriere und Privatleben scheint verloren gegangen zu sein. Ihre Konsequenz aus dem schmerzhaften Erlebnis mit den ungeschminkten Fotos: immer perfekt sein zu müssen. Ihr Aussehen optimiere sie kontinuierlich mittels Operationen, worüber sie seit jeher offen spricht und auch rappt. Das sei halt das Rad des Kapitalismus, an dem sie mitdrehe, erklärt Shirin. "Aber ich leide auch darunter", sagt sie in die Kamera. Weil ihr Selbstwertgefühl seit ihren Teenager-Zeiten als Influencerin stark an den Zuspruch im Netz gekoppelt ist, setzen ihr Hass-Kommentare stark zu. Neben ihrer Musikkarriere ist die 30-Jährige auch als Unternehmerin erfolgreich und hat eine Eistee-Marke sowie Beauty-Produkte auf den Markt gebracht.











