17 Jahre gekämpft: Designerin besiegt Katy Perry vor Gericht
Die australische Modedesignerin Katie Jane Taylor hat nach 17 Jahren juristischem Kampf einen bedeutenden Sieg gegen Popstar Katy Perry (41) errungen. Das Oberste Gericht Australiens entschied, dass Katie ihre Markenrechte nicht verletzt habe – im Gegenteil: Katys Label Kitty Purry und ihr internationaler Merchandise-Vertrieb wurden als "beharrliche Verletzer" von Katies Markenrechten eingestuft. Das Gericht stellte zudem fest, dass die Marke "Katy Perry" Kleidung ausdrücklich ausschließe. Die zweifache Mutter aus Sydney führt seit fast 20 Jahren eine Modemarke unter ihrem Geburtsnamen Katie Perry und hält die Markenrechte in Australien seit über einem Jahrzehnt.
Der Streit zwischen den beiden begann 2008, als Katys Team einen Widerspruch gegen die Marke "Katie Perry" einlegte und eine Unterlassungsaufforderung an Katie schickte. Die Designerin warf der Sängerin, deren richtiger Name Katheryn Elizabeth Hudson lautet, vor, ihre Marke seit mindestens 2013 in Australien zu nutzen und Produkte nicht nur bei ihren Konzerten, sondern auch in Geschäften wie Myer und Target zu verkaufen. Katie gewann ihre Klage zunächst 2023 teilweise vor dem Bundesgericht, doch Katy legte Berufung ein. 2024 entschied ein Berufungsgericht zu Katys Gunsten, da Katies Marke 2008 angeblich nicht "gültig registriert" gewesen sei. Das Gericht befand damals, dass die durchschnittlichen Konsumenten trotz unterschiedlicher Schreibweise verwirrt werden könnten, obwohl "hartgesottene" Fans den Unterschied erkennen würden.
Katies Anwälte erklärten vor Gericht, dass die Designerin erst im Juli 2008 von Katy Perry erfahren habe und ihren Domain-Namen Katie Perry bereits im Mai 2007 in Australien registriert hatte. Nach dem Urteil von 2024 hatte sich Katie "am Boden zerstört" gezeigt. Nun schrieb sie in einer Stellungnahme: "Das war eine unglaublich lange und schwierige Reise. Ich habe immer geglaubt, dass Markenrechte existieren, um Unternehmen zu schützen – egal ob es kleine lokale Marken oder große globale Firmen sind." Sie fügte hinzu: "Dieser Fall ging nie nur um einen Namen. Es ging darum, kleine Unternehmen in Australien zu schützen, für das Richtige einzustehen und zu zeigen, dass wir alle wichtig sind." Ein Sprecher der Sängerin erklärte, Katy habe "niemals versucht, das Geschäft von Frau Taylor zu schließen oder sie daran zu hindern, Kleidung unter dem Label Katie Perry zu verkaufen".








