"Außenseiterin": Shirin David reflektiert schwere Schulzeit

"Außenseiterin": Shirin David reflektiert schwere Schulzeit

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min

Shirin David (30) reflektiert in der Netflix-Dokumentation "Barbara – Becoming Shirin David", die ab dem 13. März verfügbar ist, offen über ihre schwierige Vergangenheit. Die erfolgreiche Rapperin, die mit sieben Nummer-eins-Singles und einer großen Stadiontournee im vergangenen Jahr zu den erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen zählt, spricht darin über ihre "schwere" Schulzeit und das Mobbing, das sie erlebte. "Ich war immer eine Außenseiterin", erzählt Shirin in der Netflix-Produktion. Besonders schmerzhaft sei für sie gewesen, dass es auf der Plattform SchülerVZ sogar eine "Ich hasse Barbara"-Gruppe gegeben habe. "Ich habe mich immer gefragt, was mit mir nicht stimmt", erinnert sich die "Lieben wir"-Interpretin und ergänzt: "Es fühlt sich an, als würde jemand dein Herz rausreißen."

Doch die Einsamkeit habe sie angetrieben, wie Shirin weiter erzählt. Schon damals habe sie sich vorgenommen: "Wartet ab: Die, die mich mobben, denen werde ich es richtig zeigen." Als sie dann mit ihren YouTube-Videos erste Erfolge feierte, sei das wie eine Befreiung gewesen. "YouTube hat mir die Möglichkeit gegeben, mich so zu zeigen, wie ich wollte", erklärt die Künstlerin. Die positiven Reaktionen hätten ihr gutgetan. "Diese Zahlen zu sehen, das gibt dir das Gefühl, dass du geliebt wirst", blickt sie offen in der Doku auf die "mit Abstand schönste Zeit" in ihrem Leben zurück. Doch auch später, als sie längst als Rapperin Karriere gemacht hatte, haderte sie mit dem Gegenwind, der ihr im Internet entgegenschlug. Sie sei "zwei Jahre nicht aus dem Haus gegangen", erklärt sie rückblickend auf ihre Mittzwanziger. Über die Internethasser fällt sie heute ein recht nüchternes Urteil: "Das ist krank." Mittlerweile weiß sie: "Du kannst gegen das Internet nicht gewinnen."

Auch Shirins Mutter Erika habe unter dem Hass im Netz gelitten und "drei Monate gebraucht, um klarzukommen", wie die Sängerin in der Dokumentation, die anfangs mit Startschwierigkeiten kämpfte, verrät. Damals hatte Shirin, die ihren musikalischen Durchbruch 2019 mit dem Nummer-1-Album "Supersize" erreichte, wohl immer das Gefühl, sich dafür, wie sie war, schämen zu müssen. Die Rapperin, die bürgerlich Barbara Shirin Davidavičius heißt, hatte bereits in der aktuellen Staffel von The Voice of Germany über ihre Mobbingerfahrungen gesprochen. Als Coach arbeitete sie mit ihren Talenten an dem Song "Creep" von Radiohead und offenbarte, dass sie mit nur zwölf Jahren Opfer von Cybermobbing geworden war. Die Erfahrung habe sie tief getroffen, und das Lied diene ihr als Ventil für all die Emotionen, die sie damals empfand.

Shirin David, Sängerin
Instagram / shirindavid
Shirin David, Sängerin
Shirin David, Sängerin
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Shirin David, Sängerin
Shirin David bei "The Voice of Germany", 2025
Joyn
Shirin David bei "The Voice of Germany", 2025
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