Gerichtsurteil: Malte Zierden siegt im Tauben-Video-Streit
Malte Zierden kann erst einmal aufatmen: Der Influencer und Tierschutzaktivist hat einen wichtigen Erfolg im Streit um sein umstrittenes Tauben-Video gefeiert. Hintergrund ist ein Clip, den Malte im Dezember 2025 über den Weltweihnachtscircus in Stuttgart veröffentlicht hatte, in dem er gemeinsam mit der Organisation Team Tierschutz die Tauben-Show des ukrainischen Magiers Sergey Stupakov als Tierquälerei kritisierte. Nach einem massiven Shitstorm war die Nummer zwar aus dem Programm genommen worden, doch der Künstler zog vor Gericht und forderte unter anderem 100.000 Euro Schadensersatz. Wie unter anderem die Stuttgarter Zeitung berichtet, hat die Hamburger Kammer nun entschieden: Nur eine einzelne Aussage aus dem Video ist unzulässig – den Vorwurf der Tierquälerei darf Malte aber weiter äußern.
Konkret rügte das Gericht eine Passage, in der Malte behauptet hatte, ein Band, mit dem die Tauben aus einem Versteck gezogen würden, sei "an ihrem kleinen Füßchen" befestigt. Nach Auffassung der Richter handelt es sich dabei um eine "unwahre und ehrabträgliche Tatsachenbehauptung", die gelöscht werden muss und nicht wiederholt werden darf. Alle weiteren Punkte der Klage wiesen die Richter jedoch zurück: Aussagen über "wehrlose Jungtauben" sowie die Einschätzung der Show als "Tierquälerei" seien von der Meinungsfreiheit gedeckt und verletzten das Persönlichkeitsrecht des Magiers nicht. Sergey zeigte sich "geschockt" und betonte, die Behörden hätten keinen Tierschutzverstoß festgestellt. Sein Ruf sei dennoch zerstört, während Malte keine Konsequenzen drohen. Die Verfahrenskosten trägt vorerst der Magier, ein Widerspruch ist jedoch möglich.
Für Malte war es die erste Klage, die er als Tierschützer bekommen hat. "Ihr wisst nicht, wie erleichtert ich gerade bin", zeigte er sich in einem Instagram-Reel erleichtert über die Entscheidung. "Ich sag' mal so, die Tauben haben gewonnen." Der Aktivist engagiert sich seit Jahren für den Schutz von Tieren und hat dabei auch eine besondere Beziehung zu Tauben entwickelt. Seit Anfang 2022 war eine Stadttaube namens Oßkar regelmäßig an seinem Fenster in Hamburg zu Besuch, zu der er eine tiefe Bindung aufbaute. "Wir haben gezeigt, dass wir das nicht richtig finden. Und das hat funktioniert", resümiert Malte zufrieden über den Ausgang des Rechtsstreits.





